Die größte Akquisition in der Geschichte der Spielebranche – Microsofts Kauf von Activision Blizzard für 95 US-Dollar pro Aktie (insgesamt 68,7 Milliarden US-Dollar) – steht nun vor neuen Fragen und rechtlichen Unruhen. Obwohl der Transaktionsbetrag riesig ist, glauben einige Aktionäre, darunter Schwedens Siebter Nationaler Pensionsfonds, dass der Preis den Wert des Unternehmens nicht vollständig widerspiegelt, was den Interessen der Aktionäre schadet.

Caudick wehrt sich gegen Aktionärsklage: Sie sollten froh sein, dass Blizzard an Microsoft verkauft wurde

Der Schwerpunkt des Streits liegt direkt auf dem Zeitpunkt und der Motivation der Transaktion. Kürzlich reagierte der frühere CEO von Activision Blizzard, Bobby Caudick, auf eine Aktionärsklage und wies die Vorstellung zurück, dass das Unternehmen „billig“ verkaufe, weil er die Vorwürfe wegen sexueller Belästigung, mit denen er und das Unternehmen konfrontiert waren, unbedingt loswerden wollte. Er behauptete, dass die Entscheidung, zu diesem Zeitpunkt zu verkaufen, lediglich die vorausschauende Führung des Managements widerspiegele, da die Konsolenbranche mit einem starken Rückgang konfrontiert sei und die Verkäufe der „Call of Duty“-Reihe im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 60 % eingebrochen sein sollen. Cowdick behauptete sogar, dass der schwedische Konzern Embracer hinter der Klage steckte, die darauf abzielte, die Marktposition von Activision Blizzard zu schädigen und die Chance zu nutzen, um Talente zu konkurrieren.

Caudick wehrt sich gegen Aktionärsklage: Sie sollten froh sein, dass Blizzard an Microsoft verkauft wurde

Für Caudicks Behauptungen fehlen jedoch öffentliche Daten, die sie stützen könnten. Weder Activision Blizzard noch Microsoft haben bestätigt, dass die Verkäufe von Call of Duty so stark zurückgegangen sind. Branchendaten zeigen, dass die Umsätze auf dem US-Konsolenmarkt Ende 2025 tatsächlich schwach sind, doch auch der Vorwurf, die Klage den Wettbewerbern zuzuschieben, wurde von der Embracer Group klar zurückgewiesen.

Caudick wehrt sich gegen Aktionärsklage: Sie sollten froh sein, dass Blizzard an Microsoft verkauft wurde

Derzeit wird diese Klage noch untersucht und verhandelt. Ist der Deal wirklich „zu günstig“? Ist es eine kluge Entscheidung des Managements oder eine übereilte Reaktion auf einen Skandal? Teilen Sie Ihre Meinung gerne im Kommentarbereich mit.