Laut Nachrichten vom 18. Dezember erklärte der japanische Autohersteller Nissan letzten Sonntag, er plane, in China entwickelte Elektrofahrzeuge weltweit zu verkaufen. Nissan gab außerdem bekannt, dass das Unternehmen eine Kooperationsvereinbarung mit der chinesischen Tsinghua-Universität getroffen hat, um Chinas Marktressourcen zu nutzen, um die Entwicklung von Elektrofahrzeugen zu beschleunigen. Masashi Matsuyama, Vizepräsident von Nissan Motor und Präsident von Nissan China, sagte, das Unternehmen erwäge den Export von in China produzierten und entwickelten Kraftstofffahrzeugen, reinen Elektrofahrzeugen und Plug-in-Hybridfahrzeugen in ausländische Märkte.
Er sagte, Nissan ziele auf den Markt für Elektrofahrzeuge, wo es chinesische Konkurrenten wie BYD gebe.
Damit reiht sich Nissan in die Riege globaler Marken wie Tesla, BMW und Ford ein. Diese Marken erweitern ständig den Exportumfang von in China hergestellten Fahrzeugen und nutzen die niedrigeren lokalen Herstellungskosten Chinas, um die Auslastung der Fabrikkapazitäten zu erhöhen.
Nissan verkaufte in den ersten zehn Monaten dieses Jahres weltweit rund 2,8 Millionen Fahrzeuge, wovon etwas mehr als ein Fünftel auf den chinesischen Markt entfiel. Im Vergleich dazu waren es im gleichen Zeitraum des Vorjahres mehr als ein Drittel.
Nissan steht in diesem Jahr auf dem chinesischen Markt vor großen Verkaufsherausforderungen, da inländische Marken bei den Nutzern immer beliebter werden und auf dem Markt angesichts der schnellen Umstellung auf Elektrofahrzeuge ein harter Preiswettbewerb herrscht.
Nissan kündigte an, im nächsten Jahr ein gemeinsames Forschungszentrum mit der Tsinghua-Universität einzurichten, das sich auf die Entwicklung von Elektrofahrzeugen einschließlich Ladeinfrastruktur und Batterierecyclingtechnologie konzentrieren wird.
„Wir hoffen, dass diese Zusammenarbeit uns hilft, ein tieferes Verständnis des chinesischen Marktes zu erlangen und Strategien zu entwickeln, um den Bedürfnissen chinesischer Kunden besser gerecht zu werden“, sagte Makoto Uchida, Präsident und CEO von Nissan, in einer Erklärung.
Die Einrichtung des Forschungszentrums vertieft zudem die Zusammenarbeit zwischen Nissan und der Tsinghua-Universität weiter. Seit 2016 führt Nissan gemeinsam mit der Tsinghua-Universität Forschung zu intelligenter Mobilität und autonomen Fahrtechnologien durch. (Chenchen)