Am 22. Januar berichtete Reuters, dass Apple ein indisches Gericht gebeten hat, den Kartellbehörden des Landes während einer Untersuchung der App-Store-Richtlinien den Zugriff auf seine globalen Finanzunterlagen zu verweigern, da das Unternehmen die Gültigkeit der relevanten Gesetze in Frage stellt, wie aus Gerichtsdokumenten hervorgeht.

iPhone im Apple Store in Bangalore
Apple hat einen hochriskanten Rechtsstreit mit der Competition Commission of India (CCI) begonnen. Die Untersuchung des Ausschusses warf Apple vor, seine Marktposition im App Store missbraucht zu haben. Apple hat die Vorwürfe zurückgewiesen.
Apple sagte, es befürchte, dass ihm Bußgelder von bis zu 38 Milliarden US-Dollar drohen, wenn die Aufsichtsbehörden die Bußgelder auf der Grundlage seiner weltweiten Verkäufe berechnen würden. Apple hat die Bußgeldvorschriften von 2024 vor indischen Gerichten angefochten, und der Fall ist noch anhängig.
Dennoch hat die Wettbewerbskommission Indiens ihre Ermittlungen weiter vorangetrieben und am 31. Dezember letzten Jahres eine einseitige Anordnung erlassen, die Apple zur Bereitstellung von Finanzdaten verpflichtet, wie aus einem nicht öffentlichen Rechtsdokument hervorgeht, das Apple am 15. Januar eingereicht hatte. Apple hat nun einen Richter des Obersten Gerichtshofs von Delhi gebeten, das Komitee anzuweisen, zu diesem Zeitpunkt keine Maßnahmen gegen das Unternehmen zu ergreifen, und die gesamte Untersuchung auf Eis gelegt.
Apple argumentierte, dass der Zwang zur Einhaltung der Richtlinie zu diesem Zeitpunkt seine zentrale rechtliche Anfechtung der indischen Bußgeldbestimmungen hinfällig machen würde. Die Wettbewerbskommission Indiens argumentierte, dass die Regeln notwendig seien, um Verstöße durch multinationale Unternehmen zu verhindern.
Der Oberste Gerichtshof von Delhi soll den Fall am 27. Januar verhandeln. Zum Zeitpunkt der Drucklegung haben Apple und die Wettbewerbskommission Indiens sich hierzu nicht geäußert.