Als letzter großer Hersteller, der sowohl 8K-OLED- als auch 8K-LCD-Fernseher produziert, hat LG die Produktion solcher Produkte Ende 2025 stillschweigend eingestellt und damit das Ende der 8K-Fernseher markiert, bevor sie wirklich den Mainstream-Markt erreicht haben. Derzeit hält nur noch Samsung an diesem Segment fest. Zu den Produkten, die LG dieses Mal eingestellt hat, gehören die OLED-Fernseher der Z3-Serie und die LCD-Modelle der QNED99T-Serie. Das Unternehmen hat keine Pläne, im Jahr 2026 einen Z4-Nachfolger auf den Markt zu bringen.

Als LG 2019 das 88-Zoll-Z9 auf den Markt brachte, galt es einst als repräsentatives Werk der 8K-OLED-Innovation. Dieses Produkt kombiniert ein selbstleuchtendes OLED-Panel mit 8K-Spezifikationen mit der doppelten Auflösung von 4K und wird zum „Flaggschiff unter den Flaggschiffen“ der Branche. Seitdem hat LG Folgemodelle wie ZX, Z1, Z2 und Z3 auf den Markt gebracht, kleinere Größenoptionen wie 77 Zoll hinzugefügt und gleichzeitig die Helligkeit, Bildverarbeitung und Panelkalibrierung weiter verbessert. Mit der Stilllegung der Produktionslinie Ende 2025 ist diese 8K-High-End-Produktlinie jedoch am Ende.

Aus technischer Sicht ist die Machbarkeit und Spielbarkeit von 8K selbst kein Problem. Was wirklich fehlt, ist das unterstützende Ökosystem. Es gibt fast keine echten nativen 8K-Inhalte auf dem Markt. Mainstream-Streaming-Medienplattformen haben nur begrenztes Interesse an diesem extrem bandbreitenintensiven Format und müssen es noch in großem Maßstab einsetzen. Gleichzeitig bringt komprimiertes 8K-Video, das über HDMI 2.1 übertragen wird, auch Kompatibilitätsprobleme mit sich. Selbst wenn viele High-End-Nutzer 8K-Fernseher kaufen, ist es schwierig, Signale in voller Auflösung stabil und verlustfrei zu empfangen. Obwohl die PlayStation 5 Pro, die Ende 2024 auf den Markt kam, über eine 8K-Ausgabeunterstützung verfügt, hat sie wiederum das eigentliche Dilemma offengelegt: Es gibt nicht viele Fernseher auf dem Markt, die dieses Signal reibungslos verarbeiten können.

Die Eingabe auf der Panelseite wird auch durch die Pause-Taste gedrückt. LG Display hat gegenüber der Fachpresse FlatpanelsHD bestätigt, dass sein 8K-OLED-Entwicklungsprojekt derzeit auf Eis gelegt wird, aber weiterhin offen für die Möglichkeit eines Neustarts ist, wenn sich die Marktbedingungen erheblich ändern. Auf der LCD-Seite schrumpften die SM99- und QNED99-Serien, die einst mehr 8K-Optionen boten, seit 2021, bis sie Anfang 2026 vollständig aus der Produktpalette verschwanden, und jetzt wird der QNED99T in den meisten Regionen auf Einzelhandelskanälen als „ausverkauft“ angezeigt.

Dieser Wandel steht in krassem Gegensatz zum Marketingboom rund um das 8K-Konzept vor einigen Jahren. Damals positionierte LG sein eigenes OLED-Panel als „Real 8K (Real 8K)“ und grenzte es von Samsungs Neo-QLED-Modellen ab. Den Ergebnissen zufolge hat dieser „echte 8K“-Kampf jedoch nicht zu einem echten Verbrauchermarkt geführt. 8K-Fernseher bleiben eher ein Schaufenster zur Demonstration technischer Stärke als ein brauchbares Produkt für die Öffentlichkeit.

Der Ausstieg von LG ist kein Einzelfall, sondern setzt den allgemeinen Niedergang der Branche fort. TCL hat das 8K-Design im Jahr 2023 eingestellt, Sony wird sich im Jahr 2025 aus der Branche zurückziehen und Hisense hat es praktisch aufgegeben, es zu versuchen. Panasonic hat noch nie 8K-Fernseher auf den Einzelhandelsmarkt gebracht und sich lediglich im internen Prototypenstadium befunden; Obwohl Philips 8K-Prototypen auf Messen vorgeführt hat, behauptet das Unternehmen immer noch, dass „der Markt noch nicht reif ist“. Samsung ist der Einzige, der noch 8K-Fernseher verkauft, aber seine Produktpläne für 2026 sind unklar und es gibt nur begrenzte Anzeichen dafür, dass kurzfristig neue Modelle auf den Markt kommen.

Für die TV-Branche dauerte es nur wenige Jahre, bis 8K von einem Verkaufsargument für Spitzentechnologie allmählich von der Bühne verschwand. LGs „Auf die Bremse treten“ bedeutet, dass die Hersteller, wenn die drei Schlüsselverbindungen Inhaltsangebot, Übertragungsbedingungen und Verbrauchernachfrage noch unausgereift sind, auch das Tempo, mit dem sie auf ultrahohe Auflösung setzen, überdenken müssen. Kurz- bis mittelfristig könnte die Optimierung von 4K- und höherwertigen HDR-, Bildwiederholfrequenz- und Bildqualitätsalgorithmen weiterhin das Hauptkampffeld sein.