Die Nationale Luft- und Raumfahrtbehörde (NASA) führte am 2. eine umfassende Übung zur bemannten Mission „Artemis 2“ um den Mond durch, bei der wichtige Aspekte wie das Befüllen mit Treibstoff und der Startcountdown behandelt wurden. Das Countdown-Programm wurde jedoch aufgrund eines Lecks von flüssigem Wasserstoff aus der Treibstoffschnittstelle der Kernstufe der Rakete unterbrochen.NASA-Administrator Bill Nelson sagte später, dass das Startfenster der Mission von Februar auf März verschoben werde.
Diese Übung konzentrierte sich hauptsächlich auf die neue Generation der Mondlanderakete „Space Launch System“, einschließlich der Befüllung mit kryogenem Flüssigwasserstoff und des Start-Countdown-Prozesses.Während des Vorgangs leckte die Flüssigwasserstoffschnittstelle der Kernstufe der Rakete und das Team unterbrach den Betrieb mehrmals, um den Treibstofffluss anzupassen, was zu einer Verzögerung des Countdowns führte.
Während der Übung traten auch andere Probleme auf: Ein Druckventil im Besatzungsmodul „Orion“ musste nach einem kürzlich erfolgten Austausch nachgezogen werden, was lange dauerte; die Umgebung mit niedrigen Temperaturen wirkte sich auf einige Kameras und Geräte aus; und die Audiokommunikation des Bodenteams kam zeitweise zu Unterbrechungen.
Als der Countdown noch 5 Minuten und 15 Sekunden dauerte, stoppte das System den Countdown aufgrund eines plötzlichen Anstiegs der Leckrate von flüssigem Wasserstoff automatisch.
Die NASA gab an, dass diese umfassende Übung darauf abzielt, potenzielle Probleme im Voraus zu erkennen und zu lösen, um einen reibungslosen tatsächlichen Start zu gewährleisten. Die zuständigen Teams werden eine umfassende Auswertung der Testdaten durchführen, die während der Übung aufgetretenen technischen Bedingungen nacheinander klären und eine neue Runde umfassender Tests veranlassen, bevor sie den endgültigen Starttermin festlegen.
Nelson wies darauf hin, dass seit dem letzten Start des „Space Launch System“ mehr als drei Jahre vergangen seien und es voraussichtlich auf Herausforderungen stoßen werde. Darin liegt auch die Bedeutung der Durchführung umfassender Übungen. Basierend auf den Ergebnissen der Übung beschloss das Team, das Startfenster im Februar aufzugeben und das Ziel auf März zu verschieben.
Die USA kündigten 2019 die Rückkehr von „Artemis“ zum Mond an und schlossen im November 2022 den unbemannten Mondflugtest „Artemis 1“ ab.
Dem Plan zufolge sollen bei der Mission „Artemis 2“ vier Astronauten an Bord der Raumsonde „Orion“ etwa zehn Tage lang um den Mond fliegen. Diese Astronauten nahmen an dieser Übung nicht teil.
Nach Abschluss der Mission „Artemis 2“ will die NASA die bemannte Mondlandemission „Artemis 3“ weiter vorantreiben.
