Die Ukraine teilte mit, dass das von der russischen Armee auf dem ukrainischen Schlachtfeld genutzte Satelliten-Internetterminal Starlink deaktiviert wurde. Ein ukrainischer Beamter bezeichnete diesen Schritt als „Katastrophe“ für Moskau und habe die russischen Offensivoperationen in vielen Bereichen gestört. Ukrainische Beamte erklärten zuvor, dass die russische Armee Tausende von Starlink-Terminals an der Front stationiert habe, um ihre Kommunikation hochmobil und schwer zu stören zu machen, aber das konkrete Ausmaß dieser Aussetzung sei derzeit unklar.

Die Ukraine gab letzte Woche bekannt, dass sie mit SpaceX von Elon Musk zusammenarbeitet, um zu verhindern, dass das russische Militär Starlink-Terminals für Angriffsdrohnen nutzt, und versucht, eine „weiße Liste“ für ukrainische Terminals zu erstellen, um russische Militärausrüstung zu unterscheiden und zu deaktivieren. Der neue Verteidigungsminister Fedorov erklärte auf der sozialen Plattform Telegram, dass das auf der „Whitelist“ aufgeführte ukrainische Starlink-Terminal normal funktioniere, während das russische Terminal „blockiert“ sei, und fügte hinzu, dass die Überprüfungs- und Überprüfungsarbeiten noch im Gange seien.
SpaceX hat darauf nicht öffentlich reagiert. Musk sagte Anfang dieser Woche, dass die Maßnahmen des Unternehmens zur Verhinderung der „unbefugten“ Nutzung von Starlink durch Russland „offenbar zu wirken“ seien. Beskrestnov, Fedorovs Berater, sagte, dass die Auswirkung der Suspendierung auf die russische Armee „ziemlich erheblich“ gewesen sei. Er sagte, dass die russische Armee „nicht nur Probleme an der Front hatte, sondern auch Katastrophen erlebte“. „Das Truppenführungssystem ist zusammengebrochen, Offensivoperationen mussten in vielen Gebieten eingestellt werden.“
Kiew ist in hohem Maße auf Zehntausende Starlink-Satelliten-Internetverbindungen angewiesen, um die Kommunikation auf dem Schlachtfeld aufrechtzuerhalten und einige Drohnenmissionen zu steuern. Die Ukraine gab diese Woche außerdem bekannt, dass sie ein Starlink-Terminal auf einer russischen Langstrecken-Angriffsdrohne entdeckt habe. Eine Militärquelle an der Front in der Ostukraine teilte Reuters mit, dass die russische Armee derzeit mit ernsthaften Kommunikationsschwierigkeiten konfrontiert sei und fast alle Kommunikationen, die auf Starlink basieren, „unterbrochen“ seien. Reuters wies darauf hin, dass die oben genannten Bedingungen auf dem Schlachtfeld derzeit nicht unabhängig überprüft werden könnten.
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