Kürzlich hat der südkoreanische Kongress offiziell ein strengeres Gesetz zur Bekämpfung von Online-Piraterie verabschiedet, das die strafrechtlichen und zivilrechtlichen Sanktionen für Verstöße umfassend verschärft und damit den Schutz des digitalen Urheberrechts im Land in eine höhere Intensitätsstufe bringt.

Südkorea verabschiedet ein strengeres Anti-Piraterie-Gesetz, das Teilen von Links könnte zu Gefängnisstrafen führen

Nach dem neuen Gesetz wird die Höchststrafe für „schwere Urheberrechtsverletzungen“ von ursprünglich fünf Jahren Gefängnis auf sieben Jahre erhöht und die Höchststrafe von etwa 34.000 US-Dollar auf etwa 68.000 US-Dollar verdoppelt.

Bemerkenswert ist, dass in den neuen Regelungen erstmals das „Teilen oder Veröffentlichen von Links zu Raubkopien“ als eigenständige Straftat aufgeführt wird. Selbst wenn Sie nur relevante Links in sozialen Medien oder Foren weiterleiten, kann es zu rechtlichen Konsequenzen kommen. Diese Bestimmung gilt als schwerer Schlag gegen das „graue Kommunikationsverhalten“ der Vergangenheit.

Darüber hinaus wird ein Strafschadenersatz in Höhe des Fünffachen des tatsächlichen Schadens des Rechteinhabers eingeführt und eine schnellere Sperrung rechtsverletzender Websites ermöglicht.

Nach den derzeitigen Regelungen werden die meisten Bedingungen innerhalb von sechs Monaten offiziell in Kraft treten. Rechtsexperten wiesen darauf hin, dass bis dahin sowohl Content-Uploader als auch Link-Sharer und relevante Plattformparteien höhere Compliance-Risiken tragen werden.

Es sollte betont werden, dass dieses Gesetz nur innerhalb Südkoreas gilt, seine Strenge jedoch möglicherweise einen demonstrativen Effekt auf die globalen Trends bei der Governance des digitalen Urheberrechts haben könnte.