Nach einer ungewöhnlich volatilen Woche für die Edelmetallmärkte ist die Schnäppchenjagd zurückgekehrt und der Goldpreis ist auf über 5.000 US-Dollar pro Unze gestiegen. Der Goldpreis stieg im frühen Handel um bis zu 1,6 %, auch angetrieben durch den überwältigenden Sieg des derzeitigen japanischen Premierministers Sanae Takaichi bei der Wahl zum Repräsentantenhaus.

Dies verstärkt die Erwartungen des Marktes weiter, dass die Finanzpolitik lockerer wird und der Yen unter Druck bleibt, was normalerweise positiv für Gold ist. Zum Handelsschluss am vergangenen Freitag lagen die Goldpreise etwa 11 % unter dem Allzeithoch vom 29. Januar, aber seit Jahresbeginn sind sie immer noch um 15 % gestiegen.
Händler beobachten auch die kommenden US-Wirtschaftsdaten, um sich ein klareres Bild von der politischen Ausrichtung der Fed zu machen. Der Stellenbericht für Januar am Mittwoch wird voraussichtlich Anzeichen einer Stabilisierung des Arbeitsmarktes zeigen, während die Inflationsdaten am Freitag erwartet werden.
Um 8:20 Uhr Singapurer Zeit stiegen die Goldpreise um 1,4 % auf 5.034,67 US-Dollar pro Unze; Silber stieg um 2,2 % auf 79,52 US-Dollar pro Unze; Auch Platin und Palladium stiegen.
Japanische Aktien stiegen am Montag stark an und erreichten ein Rekordhoch. Zuvor hatte der japanische Premierminister Sanae Takaichi eine wichtige Wahl gewonnen.
Berichten zufolge verfügt Japans regierende Liberaldemokratische Partei im Unterhaus mit 465 Sitzen über eine absolute Mehrheit von mehr als zwei Dritteln.
Sri Kochuguvindan, leitender Forschungsökonom bei der Aberdeen Investment Company, sagte: „Wenn Sanae einen entscheidenden Sieg erringen kann, wäre das mittelfristig das beste Ergebnis für den Markt. Denn strategische Investitionen und Steuerreformen werden den Aktienmarkt ankurbeln.“
Der Nikkei 225-Index stieg im frühen Handel um mehr als 5 % und überschritt erstmals die 57.000-Punkte-Marke, während der Topix-Index ebenfalls ein Rekordhoch erreichte.
US-Präsident Donald Trump gratulierte Takaichi Sanae in einem Beitrag auf der echten Social-Networking-Site zu seinem Wahlsieg.
Die Wahl folgt auf politische Unruhen im letzten Jahr, als Japans Liberaldemokratische Partei ihre Mehrheit im Oberhaus verlor und auch bei den Unterhauswahlen im Jahr 2024 eine Niederlage erlitt, was den damaligen Premierminister Shigeru Ishiba im vergangenen September zum Rücktritt veranlasste.