Selbst wenn sich Bitcoin erholt und sich der 70.000-Dollar-Marke nähert, senden Bitcoin-Derivate immer noch Warnsignale aus. Händler verfolgen immer noch einen defensiven Ansatz und es sind fast keine neuen bullischen Wetten zu sehen. Die Finanzierungsraten für die Perpetual-Futures-Kontrakte von Bitcoin – die Gebühren, die sich Long- und Short-Parteien gegenseitig zahlen – bleiben unter Null. Dieses rückläufige Muster deutet darauf hin, dass Händler sich immer noch auf das Abwärtsrisiko einstellen oder eine Entschädigung fordern, bevor sie ein Long-Engagement eingehen.
Gleichzeitig ist es dem Umfang des offenen Interesses an Bitcoin-Perpetual-Futures nicht gelungen, den Abwärtstrend seit Oktober zu durchbrechen, was den Mangel an Vertrauensunterstützung für diese Erholungsrunde verdeutlicht. Laut Daten von Coinglass ist die Kennzahl gegenüber ihrem Höchststand im Oktober um 51 % gesunken.

Obwohl sich Bitcoin von fast 60.000 US-Dollar auf 70.000 US-Dollar erholte, zeigte das offene Interesse am Montag keine Anzeichen einer Erholung.
„Seit dem Einbruch am 10. Oktober sind die Marktliquidität und -tiefe erheblich zurückgegangen, was die Anleger dazu veranlasst hat, Hebeleinsätze zu reduzieren und konservativer zu handeln“, sagte Andy Martinez, CEO der Crypto Insights Group. „Der Markt scheint immer noch zu versuchen, alles zu verdauen, was seit dem 10. Oktober passiert ist.“

Der Optionsmarkt sendet ähnliche Signale. Die implizite Volatilität von Bitcoin ist stark gesunken, von etwa 83 % am Donnerstag auf derzeit etwa 60 %, was darauf hindeutet, dass die Erwartungen des Marktes an kurzfristig große Preisschwankungen deutlich nachgelassen haben. Die Positionierungsindikatoren bleiben jedoch defensiv.
Zum Zeitpunkt der Drucklegung wurde Bitcoin bei 69.422 US-Dollar gehandelt.