Im anhaltenden Kampf gegen Betrüger führt Epic Games strengere Sicherheitsanforderungen auf Hardwareebene für sein beliebtes Battle-Royale-Spiel „Fortnite“ ein, um das Anti-Cheating-System Easy Anti-Cheat zu stärken. Es gilt zunächst für PC-Spieler, die an offiziellen Veranstaltungen teilnehmen. Ab dem 18. Februar 2026 müssen Spieler, die an „Fortnite“-Turnieren und anderen Wettkampfveranstaltungen teilnehmen möchten, Funktionen wie TPM, Secure Boot und IOMMU im System aktivieren, sonst können sie an keinen offiziellen Wettkampfspielen teilnehmen.

Der Bericht wies darauf hin, dass „Fortnite“ nicht das erste Spiel ist, das eine Hardware-Sicherheitskonfiguration der Spieler erfordert. Zuvor haben „Call of Duty: Black Ops 7“ und „Battlefield 6“ bestätigt, dass sie TPM 2.0 und Secure Boot als grundlegende Anti-Cheating-Bedingungen benötigen. Der Unterschied besteht darin, dass „Fortnite“ möglicherweise eines der ersten Werke wird, das IOMMU-Anforderungen in Mainstream-Spielen einführt. IOMMU ist eine Speicherintegritätsfunktion, die hauptsächlich verwendet wird, um zu verhindern, dass Peripheriegeräte direkt auf den Systemspeicher zugreifen. Einige hochrangige Wettbewerbsplattformen haben es auch als zusätzliches Sicherheitstool zur Verhinderung von Plug-Ins verwendet.
Laut Epic erfüllen derzeit weniger als 5 % der PC-Spieler diese neuen Anti-Cheat-Hardwareanforderungen nicht. Für diese Spielergruppe bleiben die täglichen normalen Matching- und Unterhaltungsmodi weiterhin offen, sie werden jedoch von allen Wettbewerbsveranstaltungen ausgeschlossen. Branchenanalysten glauben, dass es für „Fortnite“ angesichts des Trends, dass Anti-Cheating-Maßnahmen zunehmend auf Mechanismen auf Kernel- und Hardware-Ebene basieren, schwierig sein wird, kurzfristig gute Unterstützung für Handheld-Plattformen wie Steam Deck bereitzustellen, da für solche Geräte Kompatibilitäts- und Berechtigungsbeschränkungen in Bezug auf Firmware, sicheren Start und TPM gelten.
Gleichzeitig sind die Spieler auch besorgt über die Auswirkungen von IOMMU auf die Leistung. Einige Spieler haben auf Reddit und anderen Plattformen berichtet, dass die Aktivierung von IOMMU in der Windows-Umgebung bei einigen Spielen zu sinkenden Bildraten oder Leistungsschwankungen führen kann. Diese Auswirkungen variieren jedoch stark zwischen verschiedenen Systemversionen und Hardwarekonfigurationen und es gibt derzeit keine einheitliche Schlussfolgerung.
Diese Anpassung wird als ein weiterer Versuch von Epic angesehen, an der Anti-Cheating-Front aufzurüsten: Indem Spieler dazu verpflichtet werden, Sicherheitsfunktionen an der Unterseite des Systems zu aktivieren, verringert sie den Raum für Cheats, die herkömmliche Softwareerkennung durch DMA und andere Methoden zu umgehen. Basierend auf den bisherigen Erfahrungen mit ähnlichen Spielen bleibt jedoch abzuwarten, inwieweit solche Schwellenwerte auf Hardwareebene das Betrügen verhindern können und ob sie bei den Spielern eine Reaktion auf die Gerätekompatibilität und Leistungseinbußen auslösen.