Obwohl das Umsatzwachstum der Lenovo Group im letzten Quartal besser ausfiel als erwartet und 22,2 Milliarden US-Dollar erreichte, sank der Nettogewinn im Jahresvergleich um 21 %. Nachdem Lenovo Ende letzten Jahres seine Quartalsergebnisse bekannt gegeben hatte, fiel der Aktienkurs um 6,3 %, was die Befürchtungen des Marktes verdeutlichte, dass steigende Preise für Speicherchips Druck auf die Gewinnmargen ausüben würden.

Weihnachtsaktionen und frühzeitige Käufe aufgrund der Erwartung steigender Preise beflügeln die PC-Branche. Nach Angaben des Beratungsunternehmens IDC stiegen die gesamten PC-Auslieferungen im letzten Quartal um 9,6 %, wobei Lenovo, HP und Dell allesamt zweistellige Zuwächse verzeichneten. Der KI-Boom hat zu einem knappen Angebot an Komponenten der Unterhaltungselektronik wie Speicherchips geführt. Es wird erwartet, dass sich die Auswirkungen dieser weltweiten Lieferknappheit auf die Margen in den kommenden Monaten verstärken werden.

Analysten von UOB Kay Hian betonten in dem Bericht: „Wir gehen davon aus, dass diese Nachfrage nach frühen Veröffentlichungen im ersten Quartal anhalten wird, aber da die Lagerbestände mit niedrigeren Kaufpreisen im ersten Quartal aufgebraucht sind, kann es in Zukunft zu weiteren Preiserhöhungen kommen, die sich letztendlich auf die Endnachfrage auswirken.“

Branchenriesen wie Lenovo, das eine starke Dynamik in seinem Geschäft mit Servern für künstliche Intelligenz meldet, sind besser in der Lage, über vorrangige Lieferungen zu verhandeln.

Dank des Investitionsbooms in die KI-Infrastruktur konnte die Infrastructure Solutions Group von Lenovo, die für Server und Speicherhardware verantwortlich ist, ihren Quartalsumsatz um 31 % auf 5,2 Milliarden US-Dollar steigern und damit einen Rekordwert erreichen.