Samsung hat seine ISOCELLVizion-Serie um zwei neue Sensoren erweitert. Der erste ist ein Flugzeitsensor (ToF), der die Entfernung zu einem Objekt misst, und der andere ist ein Global-Shutter-Bildsensor. Beginnend mit dem SamsungISOCELLVizion63D ist dies der branchenweit erste Sensor mit integriertem Tiefenerkennungs-ISP, sodass er die Berechnungen selbstständig durchführen kann, ohne auf einen zusätzlichen Chip angewiesen zu sein. Der Stromverbrauch des Systems kann im Vergleich zu früheren Vizion33D-Sensoren um bis zu 40 % reduziert werden.

Die 63D kann Tiefeninformationen mit 320 x 240 Pixeln mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde erfassen und unterstützt auch den 640 x 480 Pixel-Modus. Da es sich um einen indirekten ToF-Sensor handelt, kann er die Phasenverschiebung zwischen dem emittierten und dem empfangenen Licht messen und so die Messung genauer machen. Dies ist ein 1/6,4-Zoll-Sensor mit 3,5 μm Pixeln.

Der Sensor unterstützt Flutlicht- und Spotbeleuchtungsmodelle – ersteres bietet eine hohe Auflösung über eine kurze Reichweite von 5 m (16 Fuß), das andere erweitert die maximale Reichweite auf 10 m (33 Fuß), reduziert jedoch die Auflösung. Der Sensor ist mit Backscatter-Technologie (BST) ausgestattet, wodurch er empfindlicher auf das verwendete Infrarotlicht reagiert.

Samsung ISOCELLVizion63D wird in Service- und Industrierobotern sowie XR-Geräten und Gesichtserkennung eingesetzt. XR (d. h. AR und VR) ist ebenfalls ein wichtiger Schwerpunkt für Sensoren.

ISOCELLVizion931 ist ein Global-Shutter-Bildsensor. Normalerweise lesen Bildsensoren Zeile für Zeile, aber das bedeutet, dass sich schnell bewegende Objekte zwischen den Zeilen zeitlich ändern können. Dies funktioniert auch, wenn sich die Kamera selbst schnell bewegt. In beiden Fällen entsteht ein sogenannter „Jelly“- oder Rolling-Shutter-Effekt, der die Bilderkennung schwieriger macht, da die Software mit dem verzerrten Bild umgehen muss.

Der Vizion931 ist ein Global-Shutter-Sensor, was bedeutet, dass alle Pixel gleichzeitig erfasst werden, ohne dass es zu Verzerrungen kommt. Hierbei handelt es sich um einen 640 x 640 Pixel großen Sensor, der zur Iriserkennung, Augenverfolgung sowie Gesichts- und Gestenerkennung in am Kopf montierten Anzeigegeräten wie XR verwendet werden kann.

Für solche Geräte sind möglicherweise mehrere Sensoren erforderlich. Daher hat Samsung eine Technologie namens „Multipoint“ implementiert. Dadurch können bis zu vier Vizion931-Sensoren mit einem einzigen Kabel verbunden werden, was die Verkabelung des Produkts vereinfacht.

Sowohl Samsung ISOCELLVizion63D als auch ISOCELLVizion931 haben Muster an globale OEMs geliefert. Samsung Electronics könnte einer von ihnen sein, da das Unternehmen Gerüchten zufolge in Zusammenarbeit mit Google und Qualcomm in den XR-Bereich zurückkehren wird.