Die US-amerikanische „Schwarze Liste chinesischer Unternehmen“ wurde erneut erweitert!Diesmal war es das US-Verteidigungsministerium, das 78 große chinesische Unternehmen in die sogenannte „1260H-Liste“ aufnahm. Diese Unternehmen decken viele Bereiche ab, darunter Alibaba, Baidu, Qihoo 360, BYD, TP-Link, Sagitar Juchuang (Robotiktechnologie), WuXi AppTec (pharmazeutische Forschung und Entwicklung) und so weiter.

Die 1260H-Liste, auch bekannt als Chinese Military Enterprise List (CCMC-Liste) und CMC-Liste, ist eine Identifikationsliste militärbezogener Unternehmen, die vom US-Verteidigungsministerium gemäß Abschnitt 1260H des National Defense Authorization Act für das Geschäftsjahr 2021 erstellt wurde. Es handelt sich nicht um eine direkte Sanktion, sondern wird eine Reihe von Einschränkungen nach sich ziehen.

Unternehmen, die in der 1260H-Liste aufgeführt sind, unterliegen zahlreichen Einschränkungen, darunter:

-Anlagebeschränkungen: US-Investoren ist es verboten, Wertpapiere börsennotierter Unternehmen zu kaufen oder zu halten; US-Fonds müssen ihre Positionen schrittweise auflösen.

-staatliches Beschaffungsverbot: Der US-Bundesregierung ist es nicht gestattet, Verträge mit börsennotierten Unternehmen zu unterzeichnen oder zu verlängern und staatliche Beschaffungskanäle abzuschneiden.

-Ausschluss der Lieferkette: Um Compliance-Risiken zu vermeiden, reduzieren vor- und nachgelagerte Unternehmen in der globalen Industriekette aktiv die Zusammenarbeit.

-Auswirkungen auf Kapital und Reputation: Die Finanzierung im Ausland, die internationale Zusammenarbeit und das Marktvertrauen werden beeinträchtigt und die Compliance-Kosten steigen.

Zuvor befanden sich bereits mehr als 130 chinesische Unternehmen auf der 1260H-Liste, doch gleichzeitig wurden Alibaba und andere auf die „schwarze Liste“ gesetzt.Yangtze River Storage und Changxin Storage wurden von der Liste gestrichen, und der Zweck bestand lediglich darin, den Kauf chinesischer Speicher und Flash-Speicher durch amerikanische Unternehmen zu erleichtern.

Nach Bekanntgabe der Nachricht fielen die amerikanischen Hinterlegungsscheine von Alibaba und Baidu nach Marktöffnung um etwa 5 % bzw. 4,5 %.

Alibaba antwortete, dass es sich bei dem Unternehmen nicht um ein chinesisches Militärunternehmen handele und sich auch nicht an einer militärisch-zivilen Integrationsstrategie beteiligt habe, und werde rechtliche Schritte einleiten, um entsprechende Anschuldigungen zu widerlegen.

Baidu hat noch nicht geantwortet.