Laut einem Bericht der New York Times erhöht das US-Heimatschutzministerium den Druck auf Technologieunternehmen, die Identitäten von Inhabern von Social-Media-Konten offenzulegen, die der Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) kritisch gegenüberstehen.

Dieser Ansatz spiegelt andere aktuelle entsprechende Berichte wider. Bloomberg identifizierte zuvor fünf Fälle, in denen das Heimatschutzministerium versuchte, die Besitzer anonymer Instagram-Konten zu identifizieren, aber das Ministerium zog seine Vorladungen zurück, nachdem die Kontobesitzer Klagen eingereicht hatten. In einem Bericht der Washington Post wurde beschrieben, dass das Heimatschutzministerium immer häufiger behördliche Vorladungen einsetzt, die keiner richterlichen Genehmigung bedürfen, um Amerikaner ins Visier zu nehmen.
Die New York Times hat nun enthüllt, dass dieser Ansatz, der in der Vergangenheit sparsamer eingesetzt wurde, in den letzten Monaten immer häufiger vorkommt, da das Heimatschutzministerium Hunderte solcher Vorladungen an Unternehmen wie Google, Reddit, Discord und Meta ausstellte. Berichten zufolge zielen diese Vorladungen hauptsächlich auf Konten ab, die nicht mit echten Namen registriert sind und entweder ICE kritisieren oder den Standort von ICE-Agenten beschreiben.
Berichten zufolge haben Google, Meta und Reddit zumindest in einigen Fällen zusammengearbeitet. Google bekräftigte seine frühere Haltung und sagte, dass es die Nutzer nach Möglichkeit über diese Vorladungen informieren und dagegen vorgehen werde, wenn sie „zu weit gefasst“ seien.