Laut dem neuesten „Memory Price Tracking Report“, der im Februar 2026 von Counterpoint Research veröffentlicht wurde, sind die Preise für DRAM- und NAND-Speicher für Verbraucheranwendungen aufgrund des Anstiegs der gewinnbringenden Nachfrage im Bereich der Server mit künstlicher Intelligenz im vergangenen Jahr um mehr als 600 % gestiegen.
Die Gewinne verteilen sich auf eine breite Palette von Unterhaltungselektronikprodukten, von Personalcomputern und Low-End-Smartphones bis hin zu Routern und Set-Top-Boxen. Der Bericht prognostiziert, dass die Speicherpreise bis Juni 2026 weiter steigen werden. Auch wenn die Kosten in der ersten Hälfte des Jahres 2026 ihren Höhepunkt erreichen könnten, wird es weiterhin Lieferengpässe geben.

In dieser Runde explodierender Speicherpreise sind Breitbandprodukte wie Router, Gateways und Set-Top-Boxen am stärksten betroffen. In den letzten neun Monaten ist der Preis für Smartphone-Speicher um das Dreifache gestiegen, der Preis für Breitbandprodukte, die auf „Consumer-Grade-Speicher“ basieren, hat sich jedoch fast versiebenfacht. Router sind die am stärksten betroffene Kategorie, insbesondere Originalgerätehersteller (OEMs) mit instabilen Lieferketten und schwacher Verhandlungsmacht. Laut Daten des Teardown- und Stücklistenanalysedienstes von Counterpoint machen die Speicherkosten mittlerweile mehr als 20 % der gesamten Stückliste (BOM) von Routern der mittleren bis unteren Preisklasse aus, verglichen mit nur etwa 3 % vor einem Jahr.
Dieser „Gedächtniswinter“ hat bei Telekommunikationsbetreibern Alarm geschlagen, die planen, den Breitbandausbau (Glasfaser- oder Festnetzzugang) im Jahr 2026 energisch voranzutreiben. Versorgungsengpässe werden zu einem kritischen Problem, das die Bereitstellungszeitpläne verlängert und verlangsamt und außerdem die Beschaffungskosten für Router, Customer Premise Equipment (CPE) und Set-Top-Boxen erhöht. Viele führende Telekommunikationsbetreiber planten ursprünglich die Einführung von KI-Smart-Client-Geräten für festes oder drahtloses Breitband, die höher konfigurierte Rechen- und Speicherhalbleiterkomponenten erfordern, doch diese Pläne könnten nun auf erheblichen Widerstand stoßen.
Obwohl die Schwierigkeiten der PC- und Low-End-Smartphone-Branche in Bezug auf „mobilen Speicher“ bekannt sind, deuten die monatlichen Trends seit dem letzten Jahr darauf hin, dass andere Verbraucherprodukte wie Router stärker betroffen sind. Da die Nachfrage nach margenstarken Speicherprodukten im Bereich der Server mit künstlicher Intelligenz weiter steigt, ist der Verbrauchermarkt für traditionelles DRAM und NAND einem doppelten Druck aus knappem Angebot und steigenden Preisen ausgesetzt.
Für Telekommunikationsbetreiber wird es von entscheidender Bedeutung sein, die Dynamik der Speicherpreise genau zu überwachen, zu ermitteln, welche Gerätehersteller sich eine ausreichende Versorgung gesichert haben, und die neuesten Änderungen bei den Stücklistenkosten und Preistrends zu verfolgen. Der „Memory Price Tracking Report“ von Counterpoint verfolgt die wichtigsten Speicherprodukte nach Kategorien, darunter Mobilgeräte, PCs, Server, Verbraucher und Automobile, und stellt eine wichtige Referenz für die Branche dar.