KDE hat Plasma 6.6 angekündigt, das neueste Update seiner Linux-Desktop-Umgebung und einen der Desktops, die im Steam Deck-Desktop-Modus verwendet werden. Die am meisten diskutierte Änderung in diesem Update ist die Hinzufügung von „Plasma Login Manager“, der als potenzielle Alternative zu SDDM (Simple Desktop Display Manager) in Fedora Linux 44, CachyOS, EndeavourOS und anderen Distributionen gilt. Diese Komponente basiert jedoch auf systemd und ist daher nicht für Distributionen geeignet, die systemd nicht verwenden.

Auf funktionaler Ebene erhält das Screenshot-Tool Spectacle OCR-Fähigkeiten (Texterkennung); Außerdem wurde ein USB-Portal hinzugefügt, über das Sandbox-Anwendungen Zugriff auf USB-Geräte vom System anfordern können. Für Benutzer, die den Linux-Kernel 6.19 verwenden, bietet das System außerdem die Möglichkeit, die „visuelle Schärfe“ des Bildschirminhalts anzupassen und unterstützt den direkten Export der aktuellen Plasma-Konfiguration als globales Design. In Bezug auf Anzeige und Grafikstapel hat KWin die XRandr-Simulation hinzugefügt, um die Kompatibilität mit XWayland-Anwendungen zu verbessern, und die Unterstützung der Farbpipeline durch DRM-Ebene sowie die Unterstützung benutzerdefinierter Bildschirmmodi in Wayland-Sitzungen eingeführt. Das Screencasting-Erlebnis (Bildschirmspiegelung) wurde ebenfalls verbessert und eine neue Hilfsfunktion namens „Slow Keys“ wurde hinzugefügt. ≈

Das Update im Zusammenhang mit Spielen und Cybersicherheit umfasst außerdem Folgendes: Windows-Spiele, die über Wine oder Proton mit aktiviertem HDR laufen, erhalten einen Workaround zur Verbesserung der Farbgenauigkeit. WLAN-Passwörter können jetzt zur Verbesserung der Sicherheit an einem Root-eigenen Speicherort gespeichert werden, und dem Netzwerk-Widget wurde eine neue QR-Code-Anzeige hinzugefügt, um eine schnelle Geräteverbindung zu ermöglichen. Im Hinblick auf die Erfahrung mit Mobilgeräten verbessert Plasma 6.6 die Verarbeitungslogik des Notebook-Akkus, fügt Unterstützung für Umgebungslichtsensoren hinzu, um eine automatische Helligkeitsanpassung zu erreichen, und verbessert die Unterstützung für farbenblinde Benutzer; Darüber hinaus können bei der Bildschirmaufzeichnung bestimmte Fenster gezielt von der Aufzeichnung ausgeschlossen werden.

Zusätzlich zu den oben genannten Highlights bringt Plasma 6.6 auch eine Reihe detaillierter Verbesserungen: Unterstützung für die Anzeige virtueller Desktops nur auf dem Startbildschirm; ein optionaler neuer Login-Manager; optionale automatische Helligkeit bei Geräten mit Umgebungslichtsensoren; optionale Unterstützung für Gamepads als reguläre Eingabegeräte; Schriftarten können über das Discover Software Center auf unterstützten Betriebssystemen installiert werden; Prozesspriorität kann für den Systemmonitor ausgewählt werden; Unabhängige Webbrowser- und Lautstärke-Widgets können fest installiert und immer aktiviert werden. USB-Zugriffsaufforderungen und andere Berechtigungsaufforderungsschnittstellen erhalten visuelle Aktualisierungen; Animationen auf Bildschirmen mit hoher Bildwiederholfrequenz sind flüssiger. KDE gab an, dass Plasma 6.6 in den nächsten Wochen schrittweise an Benutzer von KDE neon, Arch Linux, openSUSE Tumbleweed, Fedora Linux und anderen Distributionen weitergegeben wird, und stellte das vollständige Änderungsprotokoll von Plasma 6.6 zur Überprüfung bereit:

https://kde.org/announcements/changelogs/plasma/6/6.5.5-6.6.0/