Das kalifornische Kraftfahrzeugministerium (DMV) hat kürzlich bestätigt, dass die Aufsichtsbehörden die 30-tägige Aussetzung der Verkaufs- und Herstellungslizenzen von Tesla nicht länger durchsetzen werden, nachdem Tesla den Begriff „Autopilot“ im Fahrzeugmarketing im Bundesstaat nicht mehr verwendet. Die am späten Dienstag erlassene Entscheidung stellte eine formelle Beilegung des fast dreijährigen Rechtsstreits zwischen den beiden Parteien dar und stellte sicher, dass Teslas Geschäftsbetrieb in Kalifornien, seinem größten US-Markt, nicht unterbrochen wird.

Der Streit begann im November 2023, als die kalifornische DMV Tesla beschuldigte, mit Begriffen wie „Autopilot“ und „Full Self-Driving (FSD)“ falsche Werbung zu machen, Verbraucher in die Irre zu führen und die Funktionalität des assistierten Fahrsystems zu übertreiben. Obwohl Tesla zuvor den Namen „Full Self-Driving Capability“ in „Full Self-Driving (Regulatory Version)“ geändert hatte, um klarzustellen, dass der Fahrer jederzeit überwacht werden muss, veranlasste das Beharren auf der Beibehaltung des Namens „Autopilot“ das DMV dazu, den Fall an das California Office of Administrative Hearings weiterzuleiten. Im Dezember letzten Jahres unterstützte ein Verwaltungsrichter die Berufung des DMV und entschied, dass Tesla mit einem 30-tägigen Lizenzentzug bestraft werden sollte. Als Reaktion darauf setzte das DMV Tesla eine 60-tägige Nachfrist zur Behebung ein.

Als Reaktion auf den regulatorischen Druck ergriff Tesla entscheidende Korrekturmaßnahmen. Das Unternehmen hat nicht nur verwandte Begriffe aus dem Marketing in Kalifornien entfernt, sondern im Januar dieses Jahres auch die Verwendung des Namens „Autopilot“ im gesamten US-amerikanischen und kanadischen Markt vollständig eingestellt. Das kalifornische DMV bestätigte in einer offiziellen Erklärung, dass die Regulierungsbehörden ihre Entscheidung, seine Händler- und Herstellerlizenzen auszusetzen, zurückziehen werden, da Tesla Korrekturmaßnahmen ergriffen und damit verbundene irreführende Bedingungen korrigiert hat.

Darüber hinaus steht diese Anpassung auch im Einklang mit den jüngsten Änderungen des Geschäftsmodells von Tesla. Um seine fortschrittlichen Softwaredienste weiter zu fördern, hat Tesla seine Strategie angepasst und die einmalige Buyout-Option zum ursprünglichen Preis von 8.000 US-Dollar gestrichen. Stattdessen wurde die FSD (Regulierungsversion) vollständig auf ein monatliches Abonnementsystem umgestellt, dessen Preis derzeit 99 US-Dollar pro Monat beträgt. Elon Musk, CEO von Tesla, hat zuvor erklärt, dass der Abonnementpreis in Zukunft steigen könnte, da sich die Systemfunktionen verbessern.

Verwandte Artikel:

Tesla deaktiviert die grundlegende Fahrerassistenzfunktion Autopilot und fördert vollständig die Software für vollständig autonomes Fahren