Microsoft hat kürzlich angekündigt, das Programm „Extended Security Updates“ (ESU) von Windows 10 auf weitere Windows-Versionen auszuweiten, deren Supportzyklus bald endet, und bietet Unternehmenskunden, die noch ältere Systeme verwenden, kostenpflichtige Sicherheitspatch-Optionen. Zuvor hatte Windows 10 im Oktober 2025 den Mainstream-Support eingestellt und trat in die ESU-Phase ein. Benutzer können weiterhin Sicherheitsupdates erhalten, ohne das Betriebssystem zu aktualisieren.

Gemäß dem von Microsoft angekündigten Zeitplan werden drei Windows-Produkte in den nächsten Monaten das Ende des Supports (End of Support) erreichen: Windows 10 Enterprise LTSB 2016 und Windows 10 IoT Enterprise 2016 LTSB werden den Support am 13. Oktober 2026 beenden, und Windows Server 2016 wird den Support am 12. Januar 2027 beenden. Nach dem oben genannten Datum erhalten diese Versionen keine monatlichen Qualitätsupdates, Sicherheitsupdates und offiziellen technischen Updates mehr Unterstützung. Unternehmenskunden können jedoch weiterhin Sicherheitspatches erhalten, indem sie ESU-Dienste erwerben, um die mit dem Betrieb älterer Systeme verbundenen Risiken zu verringern.
Für Windows 10 Enterprise 2016 LTSB lautet die erste Empfehlung von Microsoft, so schnell wie möglich auf die neueste Windows 10- oder Windows 11 LTSC-Version zu migrieren. Für Organisationen, die ihre Migration nach dem 13. Oktober 2026 noch nicht abgeschlossen haben, bietet Microsoft ein ESU-Abonnement für bis zu drei Jahre zum Erstjahrespreis von 61 US-Dollar pro Gerät und Jahr an, mit einem ermäßigten Preis von 45 US-Dollar pro Gerät und Jahr bei zentraler Verwaltung über Tools wie Intune oder Windows Autopatch. Die Gebühr verdoppelt sich jedes Jahr, und wenn der Kunde ab dem zweiten Jahr dem ESU-Plan beitritt, muss er nicht nur die Gebühr für das laufende Jahr, sondern auch die Gebühr für das erste Jahr bezahlen. Dies liegt daran, dass das ESU-Update kumulativ bereitgestellt wird und selbst wenn er ein Jahr später beitritt, erhält er immer noch alle Sicherheitspatches des Vorjahres.
Für Windows 10 IoT Enterprise 2016 LTSB empfiehlt Microsoft Kunden außerdem die Migration auf die neueste Windows 10- oder Windows 11 IoT LTSC-Version für längere Supportzeiträume und bessere Funktionalität. Wenn ein Upgrade aus geschäftlichen Gründen oder aus Gründen des Geräteökosystems nicht möglich ist, empfiehlt Microsoft den entsprechenden Kunden, sich an die OEM-Hersteller ihrer jeweiligen IoT-Geräte zu wenden, um sich über die spezifischen Preise und das Angebot von ESU zu informieren und die Registrierung und den Kauf über OEM-Kanäle abzuschließen.
Auf der Serverseite wird Benutzern von Windows Server 2016 empfohlen, auf den neueren Windows Server 2025 zu aktualisieren, um neue Funktionen und allgemeinen Support zu erhalten. Microsoft sagte, es werde auch ESU-Optionen für Windows Server 2016 bereitstellen, konkrete Preis- und Verfügbarkeitsinformationen wurden jedoch noch nicht bekannt gegeben und relevante Details werden später bekannt gegeben.
Insgesamt bietet Microsoft zwar „Lebensverlängerungs“-Optionen für kostenpflichtige Sicherheitsupdates für ältere Systeme an, erwägt aber dennoch eindeutig ein Upgrade auf modernere Windows-Versionen als den bevorzugten Weg. Der ESU-Plan kann die Systemsicherheit bis zu einem gewissen Grad gewährleisten, beinhaltet jedoch nicht die Einführung neuer Funktionen und der technische Support ist sehr begrenzt. Wenn Unternehmen daher auf lange Sicht umfassendere Unterstützung und Funktionen erhalten möchten, müssen sie dennoch die Migration auf eine neue Version der Plattform planen.