Apple versucht, mehr Fertigung in die Vereinigten Staaten zurückzubringen, einschließlich Chip-Founding und Mac-Mini-Montage, aber insgesamt sind die Fortschritte immer noch langsam. Der Druck, in den USA zu produzieren, nimmt weiter zu. Auch wenn Apple angibt, in den USA bis zu 600 Milliarden US-Dollar in entsprechende Investitionen investiert zu haben, ist die aktuelle Produktionskapazität in den USA im Vergleich zum Umfang seiner globalen Lieferkette immer noch sehr begrenzt.

Das Wall Street Journal erhielt kürzlich Zugang zu einer Reihe von Einrichtungen mit Bezug zu den USA, um zu erfahren, wie Apple versucht, Teile seiner Lieferkette „neu zu lokalisieren“. Führungskräfte wie Sabih Khan, COO von Apple, besuchten auch die TSMC-Fabrik in Arizona, die Foxconn-Fabrik in Houston und andere Standorte. Der Bericht bekräftigte eine Reihe zuvor offengelegter Informationen, darunter: Die etwa 1.100 Hektar große Fabrik von TSMC in Arizona wird 4-Nanometer- und 5-Nanometer-Prozesschips produzieren. Es wird erwartet, dass der Bau und Betrieb von sechs Fabriken bis zu zehn Jahre dauern wird, um die derzeitige monatliche Produktionskapazität von 100.000 Wafern im TSMC-Werk in Taiwan zu erreichen.

Allerdings ist dieses Projekt in Arizona mit Kosten von 165 Milliarden US-Dollar seit Beginn der Produktion technologisch hinter Taiwans Hauptquartier zurückgeblieben. Dem Plan zufolge wird die Fabrik bis 2030 in der Lage sein, 2-Nanometer-Chips zu produzieren, die in etwa denen der heutigen TSMC-Fabrik in Taiwan entsprechen, aber bis dahin wird erwartet, dass die Taiwan-Zentrale mehrere neue technologische Niveaus erreicht hat.

In Houston, Texas, besuchte der Reporter eine Foxconn-Fabrik. Die Fabrik produziert derzeit hauptsächlich Server für künstliche Intelligenz und kann etwa 10 Einheiten pro Stunde offline schalten, um Apples „Private Cloud Computing“-Dienst zu unterstützen. Dieselbe Fabrik wird ebenfalls renoviert und soll künftig die Montage von Mac minis übernehmen. Die anfängliche Produktion wird relativ begrenzt sein, aber das Ziel besteht darin, nach und nach die gesamte Nachfrage nach Mac minis auf dem US-Markt zu decken.

Verkaufsmäßig liegt der Mac mini nicht auf dem Niveau des iPhone. Berichten zufolge beläuft sich Apples jährlicher weltweiter Mac mini-Absatz auf etwa 1 Million Einheiten, was weit unter dem Auslieferungsumfang des iPhone liegt. Aus diesem Grund wird der Mac mini als ein Produkt angesehen, das für die lokale Produktion in kleinem Maßstab in den USA geeignet ist, was jedoch den Fokus der gesamten Produktionslandschaft von Apple nicht beeinträchtigt.

Nachdem Apple jahrzehntelang seinen Produktionsschwerpunkt nach China verlagert hat, versucht es nun, einen Teil seines Geschäfts wieder in die USA zu verlagern. Allerdings gilt es als unrealistisch, tatsächlich einen nennenswerten Teil der Produktion zurück in die USA zu verlagern. Es kann sogar als „nahezu unmöglich“ bezeichnet werden. Daher ist Apple bestrebt, seine Lieferkette zu diversifizieren und Risiken auf verschiedene Länder und Regionen zu verteilen.

Gegenwärtig haben diese Investitionen und Versuche in den Vereinigten Staaten den politischen Druck der aktuellen US-Regierung auf Apple bis zu einem gewissen Grad gemildert. Apple hat teilweise Zollbefreiungen erhalten und wurde auf regulatorischer Ebene weniger direkt geprüft. Allerdings ist das Unternehmen immer noch nicht völlig immun gegen umfassendere Zölle und Änderungen in der Industriepolitik. Es wird erwartet, dass aufgrund der Zölle im Ferienquartal 2025 zusätzliche Kosten in Höhe von etwa 14 Milliarden US-Dollar anfallen. Der Branchenhintergrund erinnert immer noch an die Fragilität und Komplexität der gesamten Technologiefertigungsbranche.