Die neuesten Daten der Agentur Omdia zeigen, dass Apples iPhone-Auslieferungen in Europa im Jahr 2025 ein Rekordhoch erreichten und ein jährliches Wachstum von 6 % erreichten, obwohl der gesamte Smartphone-Markt im Jahresvergleich um 1 % zurückging. Omdia schätzt, dass Apple im Laufe des Jahres rund 36,9 Millionen iPhones in Europa ausgeliefert hat und damit seinen Marktanteil auf 27 % erhöht hat, was einen neuen Rekord in der Region darstellt.

Der Bericht wies darauf hin, dass die starke Leistung des iPhone in Europa eng mit der strukturellen Anpassung der Produktlinie und der konzentrierten Freisetzung von Ersatzbedarf zusammenhängt. Unter ihnen galt das relativ benutzerfreundliche iPhone 16e im Jahr 2025 einst als „verkauft sich gut, aber nicht so gut wie das iPhone SE der Vorgängergeneration“. In Kombination mit den endgültigen Daten für das Jahr förderte jedoch das gesamte Produktportfolio, einschließlich iPhone 16, iPhone 16e, iPhone 16 Pro Max und iPhone 17 Pro Max, gemeinsam die rekordverdächtige Leistung von Apple in Europa.
Laut Omdia-Analyse gab es im vergangenen Jahr in Europa eine erhebliche „Welle des Geräteaustauschs“, die zum Teil auf die Abkündigung alter Modelle zurückzuführen ist, die noch Nicht-USB-C-Schnittstellen verwenden, was viele Benutzer dazu veranlasste, auf Modelle der neuesten Generation umzusteigen. Dies beschleunigt in gewissem Maße auch den Übergang der Benutzer von alten Telefonen zu neuen iPhones und erhöht die Gesamtauslieferungen.
Im Hinblick auf die Wettbewerbslandschaft wird Samsung auch im Jahr 2025 der größte Smartphone-Hersteller auf dem europäischen Markt sein und im Laufe des Jahres etwa 46,6 Millionen Einheiten ausliefern, was einem leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr entspricht. Xiaomi belegte mit 21,8 Millionen ausgelieferten Einheiten den dritten Platz, fiel jedoch im Vergleich zum Vorjahr um etwa 1 %. Trotz der hervorragenden Leistung von Apple in Bezug auf Marktanteil und Wachstumsrate wird der gesamte europäische Smartphone-Markt im Jahr 2025 immer noch einen Rückgang von 1 % gegenüber dem Vorjahr verzeichnen und die Gesamtnachfrage in der Display-Branche bleibt unter Druck.
Omdia prognostiziert außerdem, dass die Smartphone-Lieferungen in Europa im Jahr 2026 aufgrund von Einschränkungen auf Hardwareebene wie knappem Speicherangebot und begrenzter Prozessorproduktionskapazität weiter zurückgehen könnten. Ob Apple seine Wachstumsdynamik in Europa weiterhin aufrechterhalten kann, hängt aus diesem Ausblick weitgehend von der Widerstandsfähigkeit seiner Lieferkette und der Marktattraktivität seiner neuen Modelle ab.
Aus globaler Sicht zeigen Daten einer anderen Forschungseinrichtung, Counterpoint Research, dass im Jahr 2025 weltweit etwa „jedes vierte Smartphone ein iPhone sein wird“, was Apples Dominanz auf den High-End- und Mid-to-High-End-Märkten unterstreicht. Unter ihnen hat die iPhone 17-Serie den „besten Start der letzten Jahre“ auf dem chinesischen und US-amerikanischen Markt hingelegt, was als wichtige treibende Kraft gilt. Allerdings verzögert sich das als dünn und leicht positionierte iPhone Air, das eine All-eSIM-Lösung nutzt, in China, weil es keine physischen SIM-Karten mehr unterstützt, und die Marktresonanz ist geteilt: Einerseits gibt es Berichte, dass es bereits kurze Zeit nach Beginn des Vorverkaufs ausverkauft war. Andererseits glauben einige Analysten, dass die Gesamtnachfrage schwach ist und seine Rolle bei der Werbung für das iPhone 17 in China begrenzt ist.