Die US-amerikanische E-Commerce-Plattform eBay kündigte an, rund 800 Stellen abzubauen, was etwa 6 % der gesamten Vollzeitbeschäftigung des Unternehmens entspricht. Das Unternehmen sagte in einer Erklärung, dass der Schritt darauf abzielt, Ressourcen innerhalb des Unternehmens zu reinvestieren und die Organisationsstruktur an seine neuesten strategischen Prioritäten anzupassen. Die damit verbundenen Anpassungen betreffen mehrere Stellen im Unternehmen. eBay betonte, dass es für die bisherigen Beiträge der betroffenen Mitarbeiter dankbar sei und versprach, die Mitarbeiter „auf fürsorgliche und respektvolle Weise“ zu unterstützen.

Den Nachrichten zufolge, über die erstmals Bloomberg berichtete, kam es zu den Entlassungen, als eBay im dritten Jahr in Folge seine Belegschaft reduzierte. Zu Beginn des Jahres 2024 entließ das Unternehmen rund 1.000 Stellen, was etwa 9 % der Gesamtzahl der Mitarbeiter entspricht; Anfang 2023 wurden rund 500 Mitarbeiter entlassen, was etwa 4 % der damaligen Gesamtzahl der Mitarbeiter ausmachte. Dies bedeutet, dass eBay innerhalb von drei Jahren durch mehrere Entlassungsrunden als Reaktion auf Geschäftsanpassungen und Veränderungen im Marktumfeld seinen Personalabbau fortgesetzt hat.
Die Entlassungen erfolgen auch im Anschluss an eine große Übernahme. Erst vor einer Woche gab eBay bekannt, dass es die Second-Hand-Bekleidungshandelsplattform Depop für 1,2 Milliarden US-Dollar in bar von Etsy übernehmen wird. Diese Anwendung ist bei Benutzern der Generation Z und Millennials beliebt. Durch die Übernahme von Depop hofft eBay, seine Wettbewerbsfähigkeit in den schnell wachsenden Märkten für Second-Hand-Mode und junge Nutzer weiter zu stärken.
Eine Woche vor der Ankündigung der Entlassungen hatte eBay gerade seine Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 bekannt gegeben. Im Berichtszeitraum stieg der Umsatz des Unternehmens im Jahresvergleich um 15 % auf 3 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Marktanalysten. Trotz der beeindruckenden Umsatzdaten entschied sich eBay dennoch dafür, seine Personalstruktur zu optimieren und Ressourcen neu zuzuweisen, um sie an sein langfristiges strategisches Layout und seinen neuen Geschäftsintegrationsplan anzupassen.