Der ungarische Abschnitt der Budapest-Belgrad-Eisenbahn, der etwa 800 Milliarden Forint kostete, hat heute früh offiziell den regulären Güterzugverkehr aufgenommen. Dies bedeutet, dass die Strecke nach Abschluss der geschlossenen Tests in die Testbetriebsphase für tatsächliche Transportszenarien eingetreten ist.
Zolt Hégy, Vorstandsvorsitzender der Ungarischen Staatsbahnen (MÁV), gab in den sozialen Medien bekannt, dass auf der wiederaufgebauten Eisenbahnlinie 150 der tägliche Güterzugverkehr aufgenommen wurde, und betonte, dass vor der Wiederaufnahme des Personenverkehrsbetriebs verschiedene technische und sicherheitsrelevante Indikatoren der Strecke im realen Güterverkehr getestet werden müssen. Er sagte, alle relevanten Mess- und Gleistestergebnisse zeigten, dass die Strecke die für den Güterzugbetrieb erforderlichen Infrastrukturbedingungen und Verkehrssicherheitsstandards in vollem Umfang erfülle.

Hegy sagte, dass die Renovierung der Linie 150 eines der größten Eisenbahninvestitionsprojekte in Ungarn in den letzten Jahren sei. Die alte eingleisige Eisenbahnstrecke von etwa 160 Kilometern von Ferencvaros in Budapest zum Bahnhof Kelebia an der ungarisch-serbischen Grenze wurde nun zu einer modernen zweigleisigen Strecke mit einer Entwurfsgeschwindigkeit von 160 Kilometern pro Stunde ausgebaut und ist mit der „modernsten“ Personenverkehrsinfrastruktur ausgestattet. * Dies bedeutet, dass nach der künftigen Öffnung des Personenverkehrs die Kapazität und Betriebsgeschwindigkeit der Strecke deutlich verbessert wird und sie als eine der wichtigsten Fernstrecken im ungarischen Eisenbahnnetz gilt.
Bezüglich der genauen Öffnungszeit des Passagierdienstes hat der CEO noch kein klares Datum genannt, aber früheren Nachrichten zufolge wird der Passagierdienst voraussichtlich Ende März beginnen. Serbien hat erklärt, dass der günstigste Ticketpreis zwischen den beiden Hauptstädten 32 Euro betragen könnte, während der Fahrpreis laut der innenpolitischen Haltung Ungarns auf etwa 25 Euro begrenzt werden könnte, was einen gewissen Unterschied in den Fahrpreiserwartungen zwischen beiden Seiten zeigt.
Das Modernisierungsprojekt der Budapest-Belgrad-Eisenbahn wurde erstmals 2014 von der ungarischen Regierung beschlossen und offiziell als eines der wegweisenden Demonstrationsprojekte der chinesischen Initiative „One Belt, One Road“ in Mittel- und Osteuropa gefördert. Die Gesamtinvestitionen in Ungarn belaufen sich auf über 800 Milliarden Forint, etwa 85 % davon stammen aus vergünstigten Krediten Chinas. Der Bau und die Sanierung von Straßenabschnitten in Ungarn stützen sich hauptsächlich auf diesen Finanzierungskanal. In früheren Untersuchungsberichten wurde darauf hingewiesen, dass die Interessenkreise von Lorenc Meszaros, einer wichtigen Persönlichkeit der ungarischen Geschäftswelt, und Premierminister Orban Jozo während des Baus des Projekts erhebliche wirtschaftliche Vorteile erzielten, was die anhaltende Aufmerksamkeit der Außenwelt auf die Transparenz und das Muster der Gewinnverteilung des Projekts auslöste.
Mit der Einführung von Güterzügen ist die Bahnstrecke Budapest-Belgrad schrittweise von der langfristigen Bau- und Testphase in die eigentliche Betriebsphase auf der ungarischen Seite übergegangen, die als zentraler Knotenpunkt dieses großen Infrastrukturprojekts gilt. In den kommenden Wochen und Monaten wird die Stabilität und Sicherheit des Güterverkehrs zu einem wichtigen Maßstab für die Prüfung der Wirksamkeit dieses investitionsintensiven Projekts werden. Wann der Personenverkehr offiziell eröffnet wird und wie die Fahrpreise endgültig festgelegt werden, wird in Ungarn und Serbien weiterhin im Mittelpunkt der öffentlichen und politischen Aufmerksamkeit stehen.