Tausende Flüge wurden unterbrochen, da die Konflikte im Nahen Osten weiter eskalieren. Der Hauptflughafen von Dubai – das verkehrsreichste Luftfahrtdrehkreuz der Welt – wurde nach einem mutmaßlichen Luftangriff praktisch geschlossen. Laut FlightAware-Daten wurden am vergangenen Tag mehr als 2.300 Flüge von Bahrain nach Tel Aviv gestrichen, davon mehr als 90 % der Abflüge vom Dubai International Airport. Am stärksten betroffen war Dubai, aber auch Flüge von und nach Doha und Abu Dhabi waren stark betroffen.

Hunderttausende Menschen waren aufgrund der Rolle der Region als globaler Superdrehkreuz gestrandet, der zwei beliebige Punkte auf dem Planeten einfach durch Zwischenstopps an Flughäfen wie Dubai, Doha oder Abu Dhabi verbinden kann.
Während die Region am Persischen Golf an Störungen gewöhnt ist und der Luftraum in weiten Teilen des Nahen Ostens in den letzten zwei Jahren mehrfach eingeschränkt wurde, ist ein umfassendes regionales Flugverbot dieser Größenordnung, das mehrere Stunden dauert, beispiellos und unterstreicht, wie hoch das Risiko des Konflikts Irans mit Israel und den Vereinigten Staaten ist.
Emirates verlängerte die Flugstreichungen bis Sonntagmorgen, während Qatar Airways ankündigte, den Flugbetrieb bis auf Weiteres einzustellen und später ein Update herauszugeben. Etihad Airways teilte am Samstag mit, den Flugbetrieb bis mindestens Sonntagnachmittag einzustellen.
An anderer Stelle teilte die indische Zivilluftfahrtbehörde mit, dass lokale Fluggesellschaften am Samstag 410 Flüge gestrichen hätten und voraussichtlich am Sonntag 444 Flüge streichen würden.
Die Unsicherheit über den weltweiten Reiseverkehr wird zunehmen, da die großen Flughäfen im Nahen Osten keinen klaren Zeitplan für die Wiederaufnahme des Betriebs vorlegen können.