Die Aktien der Fluggesellschaften fielen am Montag stark, als sich das globale Reisechaos vom Nahen Osten auf die weitere Region ausweitete, da Fluggesellschaften in der Persischen Golfregion ihre Flugverbotsanordnungen auf breiter Front ausweiteten und einige der verkehrsreichsten Flughäfen der Welt schwere Betriebsstörungen erlitten.

Emirates, die größte internationale Fluggesellschaft der Welt, gab bekannt, dass sie am Dienstag alle Flüge von und nach Dubai bis 15 Uhr Ortszeit einstellen werde, und warnte davor, dass das Chaos bis Donnerstag anhalten werde. Etihad Airways verlängerte die Flugstreichungen am Montag bis 14 Uhr, während Qatar Airways mitteilte, dass alle Flüge von und nach Doha aufgrund der Schließung des Luftraums von Katar eingestellt wurden.
Die Auswirkungen der Störung haben sich auf ganz Asien ausgewirkt: Cathay Pacific hat einige Flüge in den Nahen Osten bis zum 5. März gestrichen und die indische Fluggesellschaft IndiGo hat die Flugaussetzungen bis Dienstag verlängert.
In Europa brachen die Aktienkurse großer Fluggesellschaften ein. Der Markt befürchtet, dass der Konflikt die Reisenachfrage dämpfen wird, während die Luftfahrtindustrie kurz vor dem Eintritt in die kritische Hochsaison im Sommer steht. Im frühen europäischen Handel stürzte Lufthansa um bis zu 11 % ab, die British Airways-Muttergesellschaft International Airlines Group (IAG) stürzte um 13 % und Air France-KLM um 10 %.
Der Konflikt hat auch die Ölpreise in die Höhe getrieben und dadurch die Treibstoffkosten der Fluggesellschaften erhöht – ihre größten Einzelausgaben. Durch die Sperrung des Luftraums müssen viele Flüge längere Umwege in Kauf nehmen, was die Betriebskosten weiter in die Höhe treibt.
US-Präsident Trump sagte, die Bombardierungskampagne gegen den Iran werde so lange fortgesetzt, bis die Ziele erreicht seien. Die Aktien von Fluggesellschaften brachen auf breiter Front ein, da die Anleger die Auswirkungen von Flugausfällen, Luftraumsperrungen und längeren Reiseunterbrechungen verdauten.
Als Hongkong eröffnete, fielen Cathay Pacific um bis zu 7 %, Singapore Airlines um 7,5 % und Qantas um 10 %.
Die Zivilluftfahrtbehörde der Vereinigten Arabischen Emirate sagte, sie habe sich um mehr als 20.000 gestrandete Passagiere gekümmert, die von der Störung betroffen seien. Als globales Superdrehkreuz für die Luftfahrt kann der Nahe Osten zwei beliebige Punkte auf der Welt mit einem einzigen Transfer verbinden. Dieser Vorfall hat dazu geführt, dass Zehntausende Menschen in der Region gestrandet sind.
Als Reaktion auf die erste Runde amerikanischer und israelischer Luftangriffe am Samstag startete der Iran Raketen und Drohnen auf viele Länder in der Golfregion, wodurch viele Flughäfen in der Region in den Krieg verwickelt wurden.
Eine Person sei getötet und mehrere verletzt worden, nachdem die VAE eine iranische Drohne abgefangen hätten, teilte der Flughafen Abu Dhabi mit. Der Hauptflughafen von Dubai – das verkehrsreichste internationale Luftfahrtdrehkreuz der Welt – meldete Schäden an einem Terminal und Verletzungen von vier Mitarbeitern.
Bahrains Hauptflughafen wurde nachts von einer Drohne angegriffen und beschädigt; Auch der Flughafen Kuwait wurde von einer Drohne angegriffen, viele Mitarbeiter wurden leicht verletzt.
Während sich die Region in den letzten zwei Jahren an Störungen aufgrund wiederholter Beschränkungen großer Teile des Luftraums des Nahen Ostens gewöhnt hat, ist ein umfassendes Flugverbot dieser Größenordnung beispiellos. Die Situation verdeutlicht die Ernsthaftigkeit der Konfrontation Irans mit den Vereinigten Staaten und Israel, die die energiereiche Region in Aufruhr gestürzt hat.
Ein vollständiges Flugverbot wird die genaue Planung globaler Flüge ernsthaft beeinträchtigen. Derzeit weichen zahlreiche Flugzeuge und Besatzungen aufgrund von Luftraumsperrungen von ihrem ursprünglichen Einsatz ab, was bedeutet, dass es selbst bei Wiederaufnahme des Betriebs mehrere Tage dauern kann, bis der Rückstau an Flügen aufgearbeitet ist.
An anderer Stelle teilte die indische Zivilluftfahrtbehörde mit, dass lokale Fluggesellschaften am Samstag 410 Flüge gestrichen hätten und voraussichtlich am Sonntag 444 Flüge streichen würden. Fluggesellschaften auf der ganzen Welt, von Kanada über Europa bis Singapur, haben angekündigt, ihre Flüge in den Nahen Osten einzustellen.
Emirates, Qatar Airways und Etihad Airways haben über Jahrzehnte riesige Flotten aufgebaut, um Passagiere über ihre jeweiligen Drehkreuze zu befördern, und so den Nahen Osten zu einer wichtigen Verkehrsader für den weltweiten Flugverkehr gemacht. Diese Fluggesellschaften haben sich von reinen Transferdienstleistern zu zentralen Wachstumsmotoren entwickelt, die die regionale Geschäfts- und Tourismusentwicklung vorantreiben.