Arion Kurtaj, der Hacker hinter dem massiven Leak von „Grand Theft Auto 6“ im Jahr 2022, sorgte zuletzt erneut für Aufruhr. Den in den sozialen Medien verbreiteten Nachrichten zufolge steht der 18-jährige britische Hacker im Verdacht, im Gefängnis erfolgreich Mobiltelefone geschmuggelt zu haben. In einem WhatsApp-Chat verriet er, dass er überrascht sei, dass der Quellcode von „GTA6“ bisher nicht durchgesickert sei, was darauf hindeutet, dass der Code „irgendwo sein muss“ und möglicherweise in die Hände anderer gefallen sei.

Auf sozialen Plattformen ist ein angeblich in einer Gefängniszelle aufgenommenes Selfie aufgetaucht. Das Foto zeigt das Profil eines jungen Mannes in einer heruntergekommenen Zelle mit rostgrauen Wänden und kleinen Fenstern im Hintergrund. Die Bildunterschrift lautet: „Bruder, ich bin tot in HMP und warte darauf, wegen irgendwelcher Hacker-Verbrechen angeklagt zu werden.“ „HMP“ soll sich vermutlich auf die gebräuchliche Abkürzung britischer Gefängnisse „Her Majesty’s Prison“ beziehen.

Noch besorgniserregender ist, dass Kurtaj im anschließenden Chat-Protokoll seine Verwirrung über das Schicksal des Quellcodes von „GTA6“ zum Ausdruck brachte: „Der Quellcode muss irgendwo sein, ich bin überrascht, dass er seit vielen Jahren nicht mehr durchgesickert ist.“ Dieser Satz wurde so interpretiert, dass er andeutete, dass der Code möglicherweise von anderen erhalten worden sei, lieferte jedoch keine konkreten Details oder Beweise.
Nachdem die Nachricht bekannt wurde, geriet die Gaming-Community schnell in einen Schockzustand. Spieler sind besorgt über die möglichen substanziellen Folgen eines Quellcode-Lecks: „Wenn der Quellcode wirklich verbreitet wird, könnte „GTA6“ Online vom ersten Tag an, an dem es online geht, mit der Katastrophe weit verbreiteter Betrugsversuche konfrontiert sein.“

Arion Kurtaj, 18, ist ein bekanntes Mitglied der internationalen Hackergruppe Lapsus$. Im September 2022 hackte er sich erfolgreich von einem Hotelzimmer aus mit nur einem Amazon Firestick, einem Mobiltelefon und einem Fernseher in das interne Slack-System von Rockstar Games, stahl mehr als 90 frühe Entwicklungsclips von „GTA6“ und ließ sie online durchsickern, was dazu führte, dass die Muttergesellschaft Take-Two Interactive Millionen von Dollar verlor. Zu diesem Zeitpunkt fragte er nach Kontaktinformationen, drohte andernfalls damit, den gesamten Quellcode preiszugeben, und postete im Forum mit der ID „TeaPotUberHacker“.
Im Dezember 2023 verurteilte ihn ein Londoner Gericht wegen psychischer Probleme (schwerer Autismus) und einem „hohen Rückfallrisiko“ (Versuch, auch während der Haft weiterhin zu hacken) zu einer unbefristeten Krankenhaushaftstrafe. Kürzlich gab es Gerüchte, er sei von einer medizinischen Einrichtung zurück in das traditionelle Gefängnissystem verlegt worden.

Bisher haben Rockstar Games und seine Muttergesellschaft Take-Two keine offizielle Stellungnahme zu der Angelegenheit abgegeben. Sollte der Quellcode von „GTA6“ tatsächlich durchgesickert sein, könnte dies tiefgreifende Auswirkungen auf dieses mit Spannung erwartete Spiel haben, das am 19. November 2026 auf den Plattformen PS5 und Xbox Series