Der legendäre Nintendo-Designer Shigeru Miyamoto, der Vater von „Mario“ und „Zelda“, enthüllte kürzlich, dass die Entwicklung früher Nintendo-Spiele stark von altmodischen Cartoons inspiriert war, und nannte sie „lebenswichtigen Inspirationstreibstoff“. In einem Interview aus dem Jahr 1989, das kürzlich ins Englische übersetzt wurde, erklärte Shigeru Miyamoto, dass Ideen aus Comic-Animes dazu beigetragen hätten, die unrealistischen, aber glaubwürdigen Spielwelten zu erschaffen.

Es macht Spaß, unrealistisch zu sein! Shigeru Miyamoto sagt, Tom und Jerry hätten Nintendos frühe Spiele inspiriert

Shigeru Miyamoto betonte, dass der Schlüssel zu frühen Spielen nicht darin liege, den Gesetzen der Physik zu folgen, sondern darin, den Spielern einzigartige und unvergessliche Erlebnisse zu bieten. Als Beispiele nannte er Marios Sprünge in „Donkey Kong“ und „Mario Brothers“: „Wenn Mario nur so hoch springen könnte, wie er selbst groß ist, wäre das in Ordnung. Aber wenn er drei- oder viermal so hoch springen kann, wird die Welt unrealistisch, und das macht sie interessant.“

Für Miyamoto sind Programmierer die Götter der Welt, die sie erschaffen. Damit Spieler Lust darauf haben, in sie einzutauchen, müssen diese Welten überzeugend sein, sie müssen aber nicht unbedingt realistisch sein. Aus diesem Grund ließ sich das Nintendo-Team von Komödien und Zeichentrickfilmen inspirieren, darunter Chaplin-Filme und Tom und Jerry. Diese Materialien tragen dazu bei, ein „unrealistisches Alltagsleben“ aufzubauen, in dem absurde, aber interessante Ereignisse passieren, und schaffen so ein einzigartiges Spielerlebnis.

Miyamoto kam zu dem Schluss, dass die Kombination unrealistischer Action mit der Logik der Welt der Schlüssel zur Entwicklung fesselnder Spiele sei, und es war diese Philosophie, die Nintendo bei der Entwicklung seines ikonischen Franchise half.