Laut Reuters reichte Microsoft am Dienstag einen Amicus-Schriftsatz zur Unterstützung der Klage von Anthropic ein und forderte das Gericht auf, das US-Verteidigungsministerium vorübergehend daran zu hindern, Anthropic als Lieferkettenrisiko einzustufen. In einem Amicus-Schriftsatz, der beim Bundesgericht in San Francisco eingereicht wurde, unterstützte Microsoft Anthropics Antrag auf eine einstweilige Verfügung gegen die Anordnung des Pentagons und argumentierte, dass die Feststellung ausgesetzt werden sollte, während das Gericht den Fall verhandelt.

Anthropic reichte am Montag eine Klage ein, um das Pentagon daran zu hindern, das Unternehmen auf eine schwarze Liste der nationalen Sicherheit zu setzen. Damit eskalierte ein harter Kampf mit dem US-Militär um Einschränkungen bei der Nutzung seiner Technologie.

Microsoft sagte, die DOD-Ernennung habe direkte Auswirkungen auf das Unternehmen gehabt, da sie die Produkte und Dienstleistungen von Anthropic in die Technologie integriert, die es dem US-Militär zur Verfügung stellt. Microsoft sagte, die einstweilige Verfügung sei notwendig, um kostspielige Betriebsunterbrechungen für Lieferanten zu verhindern, die andernfalls ihre Geschäfte, die auf Anthropic-Produkte angewiesen seien, schnell wieder aufbauen müssten.

Microsoft stellte fest, dass sich das Pentagon zwar selbst eine sechsmonatige Übergangsfrist für den Ausstieg aus der Zusammenarbeit mit Anthropic einräumte, es jedoch nicht die gleiche Übergangsfrist für Auftragnehmer einräumte, die Produkte oder Dienstleistungen von Anthropic zur Erfüllung von Verträgen für das Verteidigungsministerium nutzen.

„Wenn diese Maßnahme ohne eine einstweilige Verfügung durchgeführt wird, werden Microsoft und andere staatliche Auftragnehmer mit Erfahrung in der Entwicklung von Lösungen zur Unterstützung von US-Regierungsmissionen gezwungen sein, dieses neue Risiko in ihrer Geschäftsplanung zu berücksichtigen“, sagte Microsoft.

Microsoft fügte außerdem hinzu, dass die einstweilige Verfügung allen Parteien Zeit verschafft, eine Lösung auszuhandeln, während sie gleichzeitig den Zugang des Militärs zu fortschrittlicher Technologie schützt und sicherstellt, dass KI nicht zur inländischen Massenüberwachung oder zur Kriegsführung ohne menschliche Kontrolle eingesetzt wird.

Am Montag reichten auch 37 Forscher und Ingenieure von OpenAI und Google einen Amicus-Schriftsatz zur Unterstützung von Anthropic ein.