Apple hat das Videobearbeitungs-Startup MotionVFX übernommen, das Plug-Ins, Vorlagen und Tools für visuelle Effekte bereitstellt, die mit Final Cut Pro von Apple funktionieren. MotionVFX sagte am Montag Ortszeit auf seiner Website: „Wir freuen uns sehr, bekannt geben zu können, dass MotionVFX dem Apple-Team beitritt, um Entwicklern und Redakteuren weiterhin dabei zu helfen, ihr Bestes zu geben. Von Anfang an haben wir immer an dem Streben nach Qualität, Benutzerfreundlichkeit und exzellentem Design festgehalten. Dies sind auch die Grundwerte, die wir an Apple-Produkten am meisten bewundern, und wir freuen uns, gemeinsam an der Umsetzung dieser Konzepte in die Praxis zu arbeiten.“

Apple lehnte es ab, die Vertragsbedingungen zu kommentieren oder offenzulegen.

MotionVFX wurde 2009 gegründet und bietet Final Cut Pro-Videobearbeitungspakete ab 29 US-Dollar pro Monat an. Durch die Übernahme kann Apple die Funktionalität von MotionVFX direkt integrieren, ohne auf Erweiterungen von Drittanbietern angewiesen zu sein.

Der Schritt könnte Apple dabei helfen, besser mit Adobe Premiere Pro zu konkurrieren und die Anzahl der Benutzerabonnements zu erhöhen, während das Unternehmen seine Abhängigkeit von Geräten weiter verringert. Das Dienstleistungsgeschäft von Apple, zu dem Abonnements wie iCloud, Apple Music und seine App-Suite gehören, weist in der Regel höhere Gewinnspannen auf als das Hardwaregeschäft wie das iPhone.

Im März dieses Jahres startete Apple einen Abonnementdienst namens Creator Studio, der beliebte Kreativanwendungen wie Final Cut Pro für 12,99 US-Dollar pro Monat oder 129 US-Dollar pro Jahr in Abonnementpaketen bündelt. Der Dienst konkurriert mit Software-Suiten wie Adobe Creative Cloud.

Apple vermeidet seit langem große Übernahmen und übernimmt stattdessen zahlreiche kleinere Unternehmen, um deren Talente und Technologien zu erwerben und in bestehende Produkte zu integrieren.