Auf Fragen zum Streit zwischen Anthropic und dem Pentagon sagte Nvidia-CEO Jensen Huang, dass die führenden Unternehmen der Technologiebranche mit ihren Worten und Taten vorsichtig sein müssten, um keine öffentliche Panik über künstliche Intelligenz auszulösen. „Es ist ein guter Ausgangspunkt, um die Öffentlichkeit vor künstlicher Intelligenz zu warnen“, sagte Huang während einer Podiumsdiskussion auf der Nvidia Technology Conference. „Warnung ist gut, aber Einschüchterung ist nicht so gut, weil diese Technologie für uns so wichtig ist.“

Huang glaubt, dass das größte nationale Sicherheitsrisiko im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz darin besteht, dass die Bürger möglicherweise wütend, ängstlich oder paranoid werden, was dazu führt, dass die Vereinigten Staaten bei der Einführung dieser Technologie hinter der Konkurrenz zurückbleiben. Anthropic ist ein wichtiger Kunde von Nvidia und der Entwickler des Chatbots Claude. Das Unternehmen streitet weiterhin mit der Trump-Regierung über deren Wunsch, den Einsatz künstlicher Intelligenz im Militär einzuschränken.

Die Beziehungen von Anthropic zum Pentagon brachen letzten Monat zusammen, da dessen CEO Dario Amodei auf Beschränkungen im Vertrag bestand, die den Einsatz seiner Produkte zur inländischen Überwachung von Amerikanern und die Entwicklung völlig autonomer Waffen verbieten. Die Trump-Administration erklärte Anthropic daher zu einem Lieferkettenrisiko und beantragte, es aus der regierungsweiten Zusammenarbeit zu entfernen. Anthropic reichte daraufhin eine Klage ein und forderte den Richter auf, die Feststellung seines Lieferkettenrisikos aufzuheben.

Huang Renxun bleibt jedoch optimistisch, was die finanziellen Aussichten von Anthropic angeht. Huang sagte, er gehe davon aus, dass der Umsatz von Anthropic bis 2030 eine Billion US-Dollar übersteigen könnte, und bezeichnete Amodeis Prognose als etwas konservativ.

Ein Sprecher von Anthropic antwortete nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.