Microsoft hat kürzlich bestätigt, dass es einen neuen Update-Mechanismus für Windows 11 testet, der es Benutzern ermöglicht, Systemupdates beliebig lange anzuhalten, wodurch das seit langem geplagte Problem „erzwungenes Update und erzwungener Neustart“ voraussichtlich grundlegend gemildert wird. Microsoft sagte, dieser Schritt ziele darauf ab, den Benutzern mehr Kontrolle zurückzugeben, und erwarte, dass der negative Ruf von Windows-Updates, die „neu starten, sobald sie zum Neustart aufgefordert werden“, umgekrempelt wird.

Seit langem werden Windows-Updates häufig von Nutzern beklagt und lächerlich gemacht: Das System startet oft automatisch neu und installiert Updates zu Zeitpunkten, mit denen Nutzer nicht rechnen. Es gibt sogar eine etwas aus dem Rahmen fallende Netflix-Dramahandlung, die sich die Szene „Das System wird in kritischen Momenten durch erzwungene Windows-Updates gesperrt“ entlehnt, was die Universalität dieses Problems in der öffentlichen Wahrnehmung widerspiegelt. Ein wichtiger Grund für dieses Phänomen ist, dass Microsoft normalen Benutzern nie wirklich erlaubt hat, Updates so viele Tage lang anzuhalten, wie sie benötigen. Selbst wenn der Benutzer in den Einstellungen „Updates anhalten“ auswählt, kann es nach dem Herunterladen des Update-Pakets dazu kommen, dass das System beim Herunterfahren oder Neustarten die Installation zwangsweise abschließt.
Derzeit können Benutzer in den „Windows Update“-Einstellungen von Windows 11 nur wenige feste Optionen im Dropdown-Menü auswählen, die von 1 Woche bis 5 Wochen reichen. Wenn Sie eine flexiblere Kontrolle benötigen, müssen Sie in ein Unternehmensszenario oder ein verwaltetes Geräteszenario einsteigen und Funktionsaktualisierungen um bis zu 365 Tage und Qualitätsaktualisierungen um bis zu 30 Tage durch Administratorrichtlinien verschieben. Aber auch in diesem Modus werden einige kritische Patches (wie die monatlichen „Patch Tuesday“-Updates) möglicherweise beim Herunterfahren oder Neustarten automatisch installiert, selbst wenn sie heruntergeladen wurden, wodurch die Sperrbeschränkung umgangen wird.

Nach dem neuesten Anpassungsplan von Microsoft wird sich diese Situation ändern. Erstens können Benutzer Windows-Updates „für eine beliebige Zeitspanne“ pausieren, und es ist unklar, ob Microsoft im Hintergrund eine Obergrenze festlegen wird. Zweitens wird das System beim Anhalten des Updates nicht mehr heimlich im Hintergrund neu gestartet und auch nicht die Installation heruntergeladener Update-Pakete erzwungen. Dies bedeutet, dass Benutzer nahezu vollständige Autonomie über den Zeitpunkt von Systemaktualisierungen haben, auch wenn dies zu langfristigen Verzögerungen bei der Installation einiger kritischer Sicherheitsupdates führt.
Zusätzlich zu den wesentlichen Änderungen in der Aussetzungsrichtlinie kündigte Microsoft außerdem an, dass es den Windows-Update-Prozess in einen Modus „einzelner monatlicher Neustart“ vereinheitlichen wird, um Unterbrechungen des Benutzererlebnisses zu reduzieren und die Zuverlässigkeit zu verbessern. Microsoft sagte in einer Erklärung, dass Windows 11 in Zukunft versuchen werde, die Update-Installation durch einen monatlichen Neustart abzuschließen, während Einzelpersonen und Organisationen, die neue Funktionen und Korrekturen schneller erhalten möchten, weiterhin häufigere Updates durchführen können. Das Unternehmen betonte außerdem, dass das neue Update-Erlebnis einen schnelleren und zuverlässigeren Installationsprozess, eine klarere Fortschrittsanzeige und einen integrierten Wiederherstellungsmechanismus mit sich bringen wird, um Benutzern zu helfen, ihre Geräte stabil zu halten, wenn bei Updates Probleme auftreten.

Diese Änderungen werden in den kommenden Wochen für Windows Insider-Mitglieder bereitgestellt. In entsprechenden Mitteilungen am selben Tag bestätigte Microsoft außerdem, dass es eine verbesserte Version entwickelt, die das vertikale/obere Andocken der Taskleiste, ein schnelleres Startmenü (Umstellung von Webkomponenten auf WinUI) und nativere Schnittstellen als Ersatz für WebView und viele andere Windows 11-Erlebnis-Upgrades unterstützt. Dies zeigt, dass das Unternehmen versucht, ein neues Gleichgewicht zwischen Funktionalität und Benutzerfeedback zu finden.