Laut Nachrichten vom 5. April beantragt Meta einen Baukredit in Höhe von etwa 3 Milliarden US-Dollar, um ein großes Rechenzentrumsprojekt für künstliche Intelligenz namens „Prometheus“ zu bauen. Das Projekt hat eine Größe von 1 GW und bündelt Rechenzentrumseinrichtungen mit unabhängigen Stromerzeugungssystemen in derselben Finanzierungsstruktur.

Berichten zufolge umfasst das Finanzierungspaket nicht nur den Bau des Rechenzentrums, sondern auch die Stromerzeugungsanlagen vor Ort. Das Projekt sieht vor, das Rechenzentrum durch Erdgasstrom mit Strom zu versorgen und so die Abhängigkeit vom externen Netz zu verringern.
Das Prometheus-Rechenzentrum befindet sich in New Albany, Ohio, USA, und wird von der Private-Equity-Gesellschaft EQT betrieben. Das gesamte Projekt besteht aus mehreren Rechenzentrumsgebäuden mit einer Gesamtrechenleistung von 1 GW. Diese Leistung entspricht in etwa der Stromerzeugungskapazität eines Kernreaktors und kann etwa 1 Million Haushalte mit Strom versorgen.
Hinsichtlich der Finanzierungsstruktur ist der Darlehenszinssatz um 2,5 Prozentpunkte höher angesetzt als der Secured Overnight Financing Rate (SOFR). Marktteilnehmer sagten, der Zinssatz sei im Vergleich zu Projekten, die von anderen großen Technologieunternehmen unterstützt werden, relativ höher, da die Finanzierungsstruktur sowohl Rechenzentrumsanlagen als auch Stromerzeugungsanlagen umfasst, was das Gesamtgeschäft komplexer macht.
Trotz der höheren Finanzierungskosten zeigt der Markt weiterhin ein gewisses Interesse an dem Projekt. EdgeConneX, der am Projektbau beteiligte Rechenzentrumsbetreiber, verfügt über Erfahrung mit großen Infrastrukturprojekten in der Vergangenheit, und EQT verfügt auch über starke finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten.
Brancheninsider gehen davon aus, dass diese Art von Projekten angesichts der rasant wachsenden weltweiten Nachfrage nach KI-Rechenleistung auch als Modell zur Entlastung künftiger Rechenzentren angesehen wird.
Auch Prometheus-Rechenzentren planen, im sogenannten „Inselmodus“ zu arbeiten. Dieses Modell bedeutet, dass das Rechenzentrum über ein unabhängiges Mikronetzsystem verfügt, das bei einem Ausfall des Hauptnetzes sofort auf lokale Stromquellen umschalten kann, um den kontinuierlichen Betrieb aufrechtzuerhalten. In der Anfangsphase des Projekts wird erwartet, dass das Rechenzentrum hauptsächlich auf ein eigenes Stromerzeugungssystem angewiesen ist. Wenn die Voraussetzungen dafür gegeben sind, wird in Zukunft über einen Anschluss an das öffentliche Stromnetz nachgedacht.