Laut NetBlocks, einer globalen Organisation zur Überwachung der Netzwerkkonnektivität,Die landesweit vorgeschriebene Internetabschaltung im Iran hat mehr als 1.000 Stunden gedauert und ist damit die zweitlängste landesweite Netzwerkabschaltung in der Geschichte der Welt.Der Netzwerkausfall eskalierte am 28. Februar, dem Tag, an dem die Vereinigten Staaten und Israel einen gemeinsamen Militärschlag gegen den Iran starteten. Nachdem die Netzwerkunterbrechung eingeleitet wurde, blieb der interne Netzwerkverkehr auf etwa 1 % des normalen Niveaus vor der Netzwerkunterbrechung. Anzeige der CloudflareRadar-ÜberwachungsdatenAm 28. Februar etwa um 7:00 UTC brach der HTTP-Verkehr im Iran schlagartig um 98 % ein. Byte-Übertragungsvolumen, HTTP-Bytes und die Anzahl der gleichzeitig verworfenen Netzwerkanfragen. Viele Kernprovinzen wie Teheran, Fars und Isfahan wurden gleichzeitig durch das Netzwerk lahmgelegt.

Während des Ausfalls behielt der Iran nur einen kleinen Teil des Netzwerk- und DNS-Verkehrs bei, der über bestimmte IPv4-Links übertragen werden konnte. Cloudflare bestätigte, dass Iran einen Whitelist-Mechanismus aktiviert hat, um den Netzwerkzugriff nur einer kleinen Anzahl zugelassener Benutzer und lokaler Dienste zu reservieren. Offizielle iranische Medien erklärten außerdem, dass der inländische Netzwerkzugriff nur über das lokale Intranet „National Information Network“ übertragen werden könne und nur auf vorab genehmigte Websites normal zugegriffen werden könne.

Um ausländische Netzwerkzugangskanäle zu blockieren, hat Iran in diesem Jahr ein Sondergesetz erlassen. Es wird berichtet, dassDer Besitz oder Betrieb von Starlink-Terminals im Iran wird mit der Todesstrafe geahndet, und die Behörden suchen aktiv nach entsprechenden Inhabern. Im Januar dieses Jahres enthüllte ein Forscher dies in einem Interview mit IranWireDer Iran hat militärische Störtechnologie eingesetzt, um Starlink-Signale zu blockieren, sodass Starlink nicht zu einer Netzwerklösung für die lokale Bevölkerung werden kann. Darüber hinaus hat der Iran öffentlich damit gedroht, die Infrastruktur globaler Technologiegiganten wie OpenAI, Nvidia, Apple, Microsoft und Google anzugreifen.

Statistiken von NetBlocks zeigen, dass die Dauer dieses Ausfalls alle von der Agentur registrierten ähnlichen Vorfälle überschritten hat. Lediglich der sechsmonatige landesweite Ausfall in Libyen während des Arabischen Frühlings dauerte länger. Der Iran hatte bereits im Januar dieses Jahres aufgrund inländischer Proteste Internetbeschränkungen eingeführt. Der iranische Kommunikationsminister räumte ein, dass die damaligen Netzwerkausfälle einen durchschnittlichen täglichen wirtschaftlichen Verlust von 35,7 Millionen US-Dollar verursachten und die Online-Verkäufe um bis zu 80 % zurückgingen.

Am 10. April forderte Amnesty International die iranischen Behörden öffentlich auf, den Internetzugang wiederherzustellen.