Laut mit der Angelegenheit vertrauten Personen hat Scott Kirby, CEO von United Airlines, mehreren US-Regierungsbeamten eine Fusion mit der American Airlines Group vorgeschlagen. Der Zusammenschluss zweier großer US-Fluggesellschaften wäre einer der weitreichendsten Konsolidierungsschritte seit dem Ende der letzten Fusions- und Übernahmewelle in der US-Luftfahrtindustrie vor mehr als einem Jahrzehnt und würde den Wettbewerb auf einem Inlandsmarkt, der bereits von vier etwa gleich großen Fluggesellschaften dominiert wird, weiter verschärfen.

Da die Kosten für Kerosin weiter steigen, hat US-Verkehrsminister Sean Duffy kürzlich in einem Interview angedeutet, mögliche Fusionen zwischen US-Fluggesellschaften zu genehmigen, und sagte, Trump „würde gerne große Geschäfte sehen“.
Der mögliche Zusammenschluss hat auch das Potenzial, die Wettbewerbslandschaft an wichtigen Drehkreuzen wie Chicago und Dallas neu zu gestalten, insbesondere in einer Zeit, in der die Treibstoffkosten steigen und die Kluft zwischen starken und schwachen Fluggesellschaften immer größer wird.
Es ist jedoch unklar, ob United American Airlines offiziell ein Angebot unterbreitet hat oder ob die beiden Parteien den Übernahmeprozess vorantreiben. Die Quellen sprachen unter der Bedingung der Anonymität, da die Verhandlungen nicht veröffentlicht wurden.
Die Aktien von American Airlines stiegen aufgrund dieser Nachricht im nachbörslichen Handel um mehr als 5 %, während sich die Aktien von United kaum veränderten.
Gemessen am Marktwert ist American Airlines mit einem Marktwert von nur 7 Milliarden US-Dollar die kleinste der vier großen US-Fluggesellschaften, während United Airlines einen Marktwert von 31 Milliarden US-Dollar, Southwest Airlines einen Marktwert von 19 Milliarden US-Dollar und Delta Air Lines einen Marktwert von 44 Milliarden US-Dollar hat.