Der Casting-Kontroverse um die HBO-Serie „Harry Potter“ tobt weiter. Kürzlich erhob der Journalist und Rippaverse-Gründer Eric Drury eine schockierende Anschuldigung: Die Auswahl des schwarzen Schauspielers Papa Asheedou für die Rolle von Professor Snape erfolgte nicht aus kreativer Absicht, sondern um den strengen Diversitätsindikatoren und Steuervorteilen der britischen Film- und Fernsehindustrie gerecht zu werden.

Drury wies darauf hin, dass das Vereinigte Königreich für Film- und Fernsehproduktionen Steuernachlässe von bis zu 25 % gewährt, weshalb große Studios wie Disney zahlreiche Marvel-Filme in Großbritannien gedreht haben. Da es sich bei „Harry Potter“ um eine britische IP handelt, fanden die zehn Jahre dauernden Dreharbeiten zur Serie selbstverständlich auch im Vereinigten Königreich statt.
Er glaubt, dass Produzenten, um diesen enormen Steuervorteil zu erhalten, die vom British Film Institute (BFI) festgelegten „Diversitätsstandards“ erfüllen müssen. Darüber hinaus führt seit 2019 auch die British Academy of Film and Television Arts (BAFTA) die Diversity-Standards des BFI als Eintrittsschwelle für die Auszeichnungen ein. Dies bedeutet, dass Produktionen, die die Anforderungen nicht erfüllen, nicht nur ihre Steuererleichterungen verlieren, sondern auch von den höchsten britischen Filmauszeichnungen ausgeschlossen werden.

Drury kam zu dem Schluss, dass solche Casting-Entscheidungen selten von den persönlichen Wünschen des Regisseurs, sondern eher von bürokratischen „Kästchen-Ankreuz“-Bedürfnissen bestimmt wurden. Bei Nichteinhaltung der DEI-Checkliste (Diversity, Equity and Inclusion) sind große britische Projekte mit erheblichen finanziellen Risiken konfrontiert.
Bisher hat HBO keine offizielle Antwort auf den Zusammenhang zwischen Casting und Steueranreizen gegeben. Zuvor hatte HBO lediglich bestätigt, dass die Besetzung der Hauptfiguren noch im Gange sei und die Serie voraussichtlich im Jahr 2026 Premiere haben werde. Papa Esidu selbst hatte bereits zuvor verraten, dass er nach der Bekanntgabe der Besetzung schwere Online-Gewalt, darunter auch Morddrohungen, erlitten habe.