Microsoft hat die Produktion des Surface Hub 3 der neuesten Generation eingestellt und alle Pläne für das Nachfolgemodell Surface Hub 4 annulliert, was das Ende dieser Reihe großer kollaborativer Touch-Monitore bedeutet. Surface Hub wurde erstmals 2015 vorgestellt und ist als digitales Whiteboard mit großem Bildschirm für Konferenzräume und Szenarien für die Zusammenarbeit in Unternehmen positioniert. Es integriert PC-, Touchscreen- und Videokonferenzfunktionen. Nachfolgende Produkte sind hauptsächlich in den Ausführungen 50 Zoll und 85 Zoll erhältlich. Es wurde von Microsoft einst als Kernhardware des „zukünftigen Konferenzraums“ angesehen.

Im Lebenszyklus von fast zehn Jahren wurde die Surface Hub-Serie viele Male aktualisiert und iteriert. Microsoft hat modulare Designs wie austauschbare Computermodule eingeführt, die es Unternehmenskunden ermöglichen, die Lebensdauer des Geräts durch den Austausch von Komponenten wie Prozessoren und Motherboards zu verlängern, ohne den gesamten teuren Großbildschirm austauschen zu müssen. Surface Hub 3 setzt diesen Weg fort und unterstützt einen Upgrade-Pfad für Surface Hub 2-Benutzer über die separat erhältliche Compute-Cartridge. Es bietet außerdem Funktionen wie horizontale und vertikale Bildschirmdrehung, um sich an verschiedene Besprechungs- und Präsentationsszenarien anzupassen.
Im Zusammenhang mit dem allgemeinen Rückgang des Surface-Geschäfts konnte sich die Surface Hub-Serie jedoch letztendlich nicht dem Schicksal entziehen, eingestellt zu werden. In den letzten Jahren hat Microsoft sukzessive viele relativ Nischen- oder teure Geräte wie das Dual-Screen-Mobiltelefon Surface Duo, das All-in-One-Gerät Surface Studio und das Surface Laptop Studio abgeschafft. Die Gesamtstrategie hat sich offensichtlich von „Forminnovation“ zu einem pragmatischeren Mainstream-PC- und Cloud-Service-Layout verlagert.
Nach den derzeit offengelegten Informationen werden Microsoft und Drittanbieter-Kanäle zwar den Verkauf des Surface Hub 3 eingestellt, bestehende Bestände aber weiterhin verkaufen und entsprechende Geräte werden kurzfristig nicht sofort vom Markt verschwinden. Bezüglich des Supports wird berichtet, dass das Surface Hub 3 noch bis 2030 System- und Firmware-Updates erhält, was bedeutet, dass Geräte, die in Konferenzräumen von Unternehmen eingesetzt wurden, auch in den nächsten Jahren weiterhin Sicherheitsupdates und Funktionserhaltung erhalten und nicht so schnell zum „Elektroschrott“ werden. Bei den früheren Versionen Surface Hub v1 und Surface Hub 2S werden schwerwiegendere Lebenszyklusprobleme auftreten, da der Support für die Team-Version von Windows 10 im Oktober 2025 endet. Microsoft empfiehlt Benutzern offiziell, auf Surface Hub 3 oder andere Teams Rooms-Lösungen zu migrieren.
Die Surface Hub-Serie selbst ist in Bezug auf Industriedesign und Produktkonzepte recht zukunftsweisend und wurde einst zu einem wichtigen Träger für Microsoft, um seine „zukünftige Bürovision“ zu demonstrieren. Unter der Abwägung mehrerer Faktoren wie der tatsächlichen Marktnachfrage, den Wartungskosten und der Produktausrichtung endete diese Produktlinie jedoch schließlich. Unternehmen, die weiterhin Kollaborationsterminals mit großem Bildschirm für Konferenzräume bereitstellen möchten, können in Zukunft auf standardisierte Teams Rooms-Gerätekombinationen oder großformatige Anzeige- und Konferenzlösungen von Hardware-Drittanbietern zurückgreifen.