Die Verkehrsüberwachungsdaten von Google zeigen, dass am 28. MärzDer Anteil der weltweiten Nutzer, die über IPv6-Verbindungen auf Google-Dienste zugreifen, hat erstmals 50 % erreicht, was bedeutet, dass diese 1998 ins Leben gerufene Vereinbarung nach 28 Jahren endlich einen historischen Meilenstein erreicht hat.APNIC-Statistiken zeigen, dass die globale IPv6-Nutzungsrate 43 % beträgt, und Cloudflare-Daten zeigen, dass IPv6 40 % des tatsächlichen Übertragungsverkehrs ausmacht. Wenn man bedenkt, dass Cloudflare die tatsächliche Übertragung von Datenpaketen zählt und nicht nur einfache Zählungen, ist diese Zahl umso wertvoller.

IPv4 hat seit seiner Einführung im Jahr 1980 etwa 4,3 Milliarden Adressen bereitgestellt (ungefähr 3,7 Milliarden sind tatsächlich verfügbar), was angesichts des explosionsartigen Wachstums des Internets seit langem überfordert ist.

Der nordamerikanische Adresspool der IANA war 2011 erschöpft, gefolgt vom europäischen RIPE NCC im Jahr 2019, und im gleichen Zeitraum erklärten auch Asien, Afrika und Lateinamerika seine Erschöpfung.IPv6 stellt theoretisch 2^128 Adressen bereit und löst damit das Problem der Adressknappheit.

In der Anfangszeit galt IPv6 aufgrund der komplexen Bereitstellung und schlechten Kompatibilität in der Branche als Übergangslösung. Heutzutage hat der technologische Fortschritt die Migrationsschwelle deutlich gesenkt, und immer mehr Unternehmen betrachten sie als Richtung der Netzwerkinfrastruktur.

Erwähnenswert ist, dass die IETF kürzlich auch einen Entwurf des IPv8-Kernprotokolls angekündigt hat, das einen 64-Bit-Adressraum verwendet und zu 100 % abwärtskompatibel mit IPv4 ist. Auf bestehende Geräte kann ohne Modifikation zugegriffen werden.

Allerdings befindet sich das Abkommen noch im Entwurfsstadium und IPv6 wird kurzfristig weiterhin die treibende Kraft bei der Entwicklung von Internetadressen sein.