Ein Unternehmen namens Drone Round Defense hat einen neuen Munitionstyp namens „Drone Round“ auf den Markt gebracht. Durch einfaches Wechseln des Magazins kann ein Standardgewehr vom NATO-Kaliber in eine Waffe umgewandelt werden, die speziell für den Kampf gegen kleine Drohnen entwickelt wurde und die flächendeckende Wirkung einer Schrotflinte mit der Feuerrate und Kraft eines Gewehrs kombiniert.


Im Schützenkreis gibt es seit langem das Konzept der sogenannten „Varmint-Patrone“, einer Spezialmunition, die speziell zur Beseitigung von „kleinen Schädlingen“, die keine Beutetiere sind, wie Präriehunden, Erdhörnchen, Kojoten, Füchsen und Hasen, eingesetzt wird. Diese Tiere gefährden häufig die landwirtschaftliche Produktion und das ökologische Management und stellen sogar eine potenzielle Bedrohung für die persönliche Sicherheit dar. Bei dieser Art Schädlingsgeschoss handelt es sich in der Regel um ein Geschoss mit kleinem Kaliber, hoher Mündungsgeschwindigkeit, hoher Tödlichkeit und geringem Abprallrisiko.

Es gibt auch eine Unterkategorie von Schädlingsbomben, die keinen herkömmlichen Einzelsprengkopf verwenden. Stattdessen ist im Inneren des Geschosskörpers eine kleine Kunststoffkabine eingebaut, die mehrere kleine Bleigeschosse enthält. Wenn sie abgefeuert werden, breiten sie sich in der Luft aus und erzeugen eine abdeckende und tötende Wirkung, ähnlich wie bei Schrotflinten. Dieser Munitionstyp kann in gewöhnliche Revolver geladen werden und hat dadurch die Funktion einer „kleinen Schrotflinte“, was besonders nützlich ist, wenn es um kleine, schnelle Ziele geht, die „mit einem Schuss getroffen“ werden müssen. Der Autor des Artikels erwähnte sogar, dass er diese Art von Munition auch bei Wanderungen in Klapperschlangengebieten mit sich führt, um der „Reptiliengefahr mit Fangzähnen“ entgegenzuwirken.

Diese Idee wurde direkt auf den Bereich der Drohnenabwehr übertragen: Bei Selbstmorddrohnen aus der Ego-Perspektive (FPV) und kommerziellen Quad-Rotor-Drohnen reicht oft ein Schuss aus, um tödlichen Schaden anzurichten. Aber in Wirklichkeit kann nicht jeder Infanterist eine zusätzliche Schrotflinte tragen, und Schrotflinten selbst haben natürliche Mängel wie begrenzte Leistung und langsame Feuerrate. Selbst halbautomatische Schrotflinten sind kaum mit Standardgewehren zu vergleichen.

Zu diesem Zweck wandelt das von Drone Round Defense entwickelte Drohnengeschoss die 5,56×45 mm und 7,62×51 mm großen NATO-Standardgewehrgeschosse in eine „Multiprojektil“-Struktur um. Im Aussehen unterscheidet sich diese Munition nicht von gewöhnlichen Gewehrgeschossen, enthält aber in ihrem Inneren 5 bis 8 kleine Kugeln. Nach dem Abfeuern löst es sich im Flug auf und kann je nach Modell kleine Drohnen aus einer Entfernung von etwa 50 bis 100 Metern (164 bis 328 Fuß) abschießen.

Die Ausbreitung mehrerer Projektile erhöht die Wahrscheinlichkeit, die Drohne zu treffen, erheblich, während der Einsatz von NATO-Standardgranaten die Energie eines einzelnen Schusses gewährleistet. Beamte behaupten, dass das „Schlagvolumen“ dieser Kombination etwa doppelt so hoch ist wie das einer Schrotflinte, was bedeutet, dass selbst wenn nur ein kleines Projektil das Ziel trifft, dies verheerende Folgen haben kann. Gepaart mit der theoretischen Feuerrate eines Standard-Sturmgewehrs, die bis zu 950 Schuss pro Minute erreichen kann, und der Dauerleistung von etwa 90 Schuss pro Minute im Burst-Modus kann die Infanterie in kürzester Zeit einen dichten „Sturm aus Bleigeschossen“ bilden, um herannahende Drohnen abzuwehren.

Optisch ist Drone Round kaum von gewöhnlicher NATO-Munition zu unterscheiden, sodass es sich leicht direkt in das bestehende Logistiksystem der Armee integrieren lässt. Auf taktischer Ebene bedeutet dies, dass ein Infanterietrupp den Rollenwechsel vom konventionellen Gewehrfeuer zum Anti-Drohnen-Feuer in Sekundenschnelle vollziehen kann, indem er einfach das Magazin wechselt. Darüber hinaus kann diese Munition auch mit Gürtelwaffen wie M4-Karabinern verwendet werden und ist mit Schalldämpfern kompatibel. Es kann ein Langzeitschießen ohne physische Modifikationen an der Waffe ermöglichen.

Vor diesem technischen Hintergrund hat das US-Militär damit begonnen, Truppen zu organisieren, um Einarbeitungstrainings auf Einheitsebene mit Drone Round durchzuführen, was darauf hindeutet, dass das System von der Konzeptüberprüfung bis zur tatsächlichen Einsatzphase fortgeschritten ist. Drone Round Defense positioniert diese Munition in seinen offiziellen Informationen als „Plug-and-Play“-Verteidigungslösung für Fronttruppen, die Bedrohungen durch kleine Drohnen in geringer Höhe ausgesetzt sind.