Basierend auf internen Dokumenten, die vermutlich von AMD stammen, haben mehrere Whistleblower einen vorläufigen Leistungsüberblick über die Heimkonsole der nächsten Generation, Sony PlayStation 6 (im Folgenden als „PS6“ bezeichnet), gegeben und darauf hingewiesen, dass ihre traditionelle Rasterleistung mindestens dreimal so hoch ist wie die der PS5 und dass die Raytracing-Fähigkeiten voraussichtlich um das Sechs- bis Zwölffache ansteigen werden. Allerdings gibt es immer noch deutliche Meinungsverschiedenheiten in der Branche über die Gesamtleistung des Spiels und den Endverkaufspreis.

Der YouTube-Kanal „Moore’s Law Is Dead“ gab kürzlich in der Sendung bekannt, dass die Durchsatzleistung der PS6 im traditionellen Raster-Rendering auf Basis der von ihm erhaltenen AMD-internen Dokumenteninformationen voraussichtlich etwa dreimal höher sein wird als die der PS5. Verglichen mit den vorherigen „sprunghaften“ Leistungsverbesserungen zwischen Konsolengenerationen ist dieser Bereich relativ konservativ und wird als Bestätigung des Urteils angesehen, das Sony und andere Hardwarehersteller wiederholt erwähnt haben, dass „reine Rasterleistungsverbesserungen sich allmählich der Plateau-Phase nähern“.

Im Hinblick auf Raytracing ist die Enthüllung sogar noch radikaler. In entsprechenden Aussagen wird darauf hingewiesen, dass die Verarbeitungszeit pro Frame der PS6 bei Raytracing-bezogenen Vorgängen voraussichtlich auf etwa ein Fünftel der PS5 verkürzt wird und der Raytracing-Durchsatz etwa sechs- bis zwölfmal so hoch ist wie der der Konsole der vorherigen Generation. Unter dieser Prämisse haben einige Analysten die Raytracing-Leistung mit einem Niveau verglichen, das möglicherweise nahe an der High-End-Grafikkarte RTX 5090 der nächsten Generation von Nvidia liegt. Ein anderer einflussreicher Whistleblower im Kreis, KeplerL2, äußerte jedoch öffentlich andere Meinungen und betonte, dass ein Vergleich der Raytracing-Leistung allein die Gesamtleistung des Spiels nicht vollständig widerspiegeln könne.

Basierend auf verschiedenen Berichten kann die Gesamtleistungsverbesserung der PS6 in einigen Szenarien etwas höher als 300 % sein, der spezifische Bereich variiert jedoch je nach Spieltyp und Engine-Architektur erheblich. Bei Spielen, die stark auf Raytracing angewiesen sind, wird der Effekt des Upgrades größer sein, aber es ist unwahrscheinlich, dass er einen „Größenordnungssprung“ erreicht. Angesichts der unterschiedlichen Design- und Optimierungspfade zwischen Heimkonsolen und PC-Grafikkarten ist die Branche im Allgemeinen davon überzeugt, dass es unmöglich ist, sie einfach „eins nach dem anderen abzugleichen“. Gemessen an der Leistungsspanne, die die aktuellen Enthüllungen ergeben, gilt die RTX 4080 jedoch als eine der Referenzkarten auf PC-Niveau, die der Gesamtleistung der PS6 am nächsten kommt.

Neben den Leistungsindikatoren lösten auch die marktsensibleren Preisthemen Diskussionen aus. Vor dem Hintergrund eines starken Anstiegs der weltweiten Speicherpreise wurde der aktuelle Marktpreis der Standardversion der PS5 auf etwa 650 US-Dollar angehoben, während der Preis der PS5 Pro sich 900 US-Dollar nähert, was Befürchtungen auslöst, dass „die PS6 beim Start die 1.000-Dollar-Marke durchbrechen wird“. Das Urteil von KeplerL2 ist relativ vorsichtig. Er glaubt, dass 700 US-Dollar immer noch ein realistischer Bereich sind und nicht völlig unvorhersehbar.

Aus Sicht der Hardwarekosten gehen Analysten davon aus, dass die Stückliste für die aktuelle Version der PS6 etwa 760 US-Dollar kosten könnte. Im Rahmen des traditionellen Konsolen-Geschäftsmodells subventionieren Hersteller die Hardware während der Markteinführungsphase häufig in einem gewissen Umfang und gleichen die Differenz durch Einnahmen aus Spielen und Abonnementdiensten aus. Wenn Sony hofft, den Verkaufspreis der PS6 unter 800 US-Dollar zu halten, besteht die direkteste Lösung darin, die Konfiguration des optischen Laufwerks zu reduzieren oder zu eliminieren und die integrierte Speicherkapazität des Hosts auf 1 TB zu komprimieren. Einige Leute weisen darauf hin, dass sich der 1-TB-Speicherplatz in der PS6-Ära möglicherweise nicht so beengt anfühlt wie bei der PS5. Dies liegt daran, dass Hersteller wie Sony, AMD und Nvidia vermutlich neue Technologien wie die „Neuronale Texturkomprimierung“ vorantreiben, um den von Spielen belegten Speicherplatz und die Videospeicherkapazität zu reduzieren.

Was den Startzeitpunkt angeht, sind die Erwartungen der Branche derzeit relativ konzentriert. Es wird davon ausgegangen, dass die PS6 höchstwahrscheinlich Ende 2027 oder Anfang 2028 offiziell veröffentlicht wird, was im Wesentlichen dem Tempo des Generationswechsels der Konsole entspricht. Allerdings stammen alle oben genannten Informationen zu Leistung und Preisgestaltung aus Leaks und Abzügen. Es dauert noch lange, bis Sony die technischen Details und die Produktstrategie der PlayStation der nächsten Generation offiziell bekannt gibt, und möglicherweise werden noch verschiedene Parameter angepasst.