Die National Association of Broadcasters sagte am Mittwoch, dass der Schritt der Federal Communications Commission, Disneys ABC-Sender zu einer vorzeitigen Erneuerung seiner Lizenz zu verpflichten, „erhebliche Unsicherheit“ für alle Sender geschaffen habe. Die FCC wies Disney am Dienstag an, im Voraus Lizenzverlängerungsanträge für acht lokale Fernsehsender einzureichen, die Disney gehören. Diese Lizenzen sollten ursprünglich zwischen 2028 und 2031 auslaufen und müssen nun die Anträge innerhalb von 30 Tagen ausfüllen. Die FCC sagte, der Schritt stehe im Zusammenhang mit ihrer Untersuchung der Diversitätsrichtlinien von Disney und möglichen Verstößen.

Die Entscheidung folgt auf die jüngste Fehde des Weißen Hauses mit dem ABC-Late-Night-Talkshow-Moderator Jimmy Kimmel. Kimmel machte sich in der Show über First Lady Melania Trump lustig und löste heftige Kritik von Präsident Trump aus.

Die National Association of Broadcasters sagte in einer Erklärung: „Der Schritt des FCC Media Bureau, ein Unternehmen zu verpflichten, schnell alle Lizenzen erneut zu beantragen, ist nahezu beispiellos, verstößt gegen die Grundsätze der Fairness und Transparenz im Lizenzierungsprozess und schafft erhebliche Unsicherheit für alle Rundfunkveranstalter.“

Auch innerhalb der FCC gibt es Meinungsverschiedenheiten. Anna Gomez, die einzige demokratische Kommissarin der Agentur, kritisierte den Schritt als „beispiellos, illegal und sinnlos“ und als „politischen Trick“. Disney zeigte sich zuversichtlich, die Verlängerung zu erhalten, und sei bereit, die Angelegenheit auf rechtlichem Wege zu regeln.

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