Digital Foundry hat die Ausführung von Steam-Spielen auf der PlayStation 5 auf Basis eines Linux-Systems getestet. In bestimmten Fällen haben Spiele, die über Proton laufen, eine Leistung gezeigt, die der nativen PS5-Versionen nahekommt, dies gilt jedoch nicht für alle Spiele.

ermöglicht die Ausführung von Linux auf der PS5. Dank Andy Nguyens Projekt kann die PS5 über eine bestehende Firmware-Schwachstelle in den Versionen 4.5 und niedriger von externen Speichermedien in den Linux-Desktop booten. Außerdem kann das System auf den 8-Kern-16-Thread-Zen-2-Prozessor und den RDNA-2-Grafikkern der PS5 mit 36 Recheneinheiten zugreifen. Standardmäßig beträgt die CPU-Frequenz 3,2 GHz und die GPU-Frequenz 2,0 GHz; Nach dem Einschalten des Beschleunigungsmodus können die beiden auf 3,5 GHz bzw. 2,23 GHz erhöht werden.

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testete eine Vielzahl von Spielen auf der Steam-Plattform, darunter „Black Myth: Wukong“, „Red Desert“, „Consciousness Existence“ und „Kontrolle“. In „Black Myth: Wukong“ kann die Leistung bei nicht aktiviertem Beschleunigungsmodus 99,9 % der nativen PS5-Version erreichen und wird nach dem Einschalten noch einmal um etwa 3 % verbessert. Shumaoshe betonte jedoch, dass dies fast die beste Situation sei: Bei der Verwendung von Linux und Universaltreibern sei es sehr selten, eine solche Leistungsparität mit der nativen Version des Hosts zu erreichen.

Darüber hinaus spielen auch Textureinstellungen eine wichtige Rolle. Laut Datenanalyse liegt die native PS5-Version näher an den niedrigen Textureinstellungen der PC-Version. Bei der Verwendung hoher Texturen unter Linux kommt es zu Leistungseinbußen, die höchstwahrscheinlich eher mit dem Speicherverwaltungsmechanismus als mit mangelnder GPU-Leistung zusammenhängen. Die Haupteinschränkung dieser Simulation tritt bei Videospeicheraufrufen auf. Obwohl die PS5 über eine einheitliche Speicherarchitektur verfügt, verwendet Linux ein Split-Memory-Pool-Modell, das näher am PC liegt. Nach Einschätzung von Datamaosha ist der dynamisch zugewiesene Videospeicher auf etwa 6 GB begrenzt. Dies erklärt auch, warum „Conscious Existence“ erhebliche Verzögerungen aufweist, während „Red Desert“ Rendering-Probleme aufweist, wie z. B. eine abnormale Himmelsdarstellung.

Obwohl Valve keine offizielle Steam Machine auf den Markt gebracht hat, ermöglicht die Ausführung von Linux auf der PS5 den Leuten, die tatsächliche potenzielle Leistung dieser Konsole zu bewerten. Allerdings weist diese Lösung auch Einschränkungen auf: Sie läuft nur auf älterer Firmware und ist noch nicht für den breiten Einsatz in der Öffentlichkeit geeignet.