Alex Nostrom, Co-CEO von Spotify, verteidigte den Einsatz des Unternehmens für ein durch künstliche Intelligenz generiertes Musikgeschäft. Er sagte, dass verwandte Produkte unter Compliance-Kontrolle besser seien als die minderwertigen KI-Musikinhalte, die derzeit das Internet überschwemmen und nicht überwacht werden.

Als Nostrom in einem Interview über verschiedene KI-Musikproduktionstools sprach, sagte er: „Es gibt eine große Anzahl ungeordnet entwickelter verwandter Produkte auf dem Markt.“ Er sagte, dass Spotify hofft, ein legaler, konformer und standardisierter Betrieb in der Branche zu werden.

Am Donnerstag hat Spotify eine Partnerschaft mit der Universal Music Group geschlossen. Der Vereinbarung zufolge können Plattformnutzer KI nutzen, um Cover und Remixe von Songs von unter Vertrag stehenden Künstlern zu erstellen.

Nostrom sagte in einer Pressekonferenz für Investoren, dass diese kostenpflichtige Mehrwertfunktion es ermöglicht, aus einem Song Zehntausende Arrangements innerhalb der Spotify-App abzuleiten. Nach der Ankündigung dieser Nachrichtenserie stieg der Aktienkurs von Spotify um 18 %. Die beiden Unternehmen haben die konkrete Preiserhöhung für diese Funktion zusätzlich zum Standard-Abonnementpaket nicht bekannt gegeben.

Universal Music hat bereits mit einer Reihe kleiner Start-ups im Bereich KI kooperiert und Spotify ist die erste große Streaming-Plattform, die Unterstützung von einer großen Plattenfirma erhält und offiziell ein kommerzielles KI-Musikprodukt auf den Markt bringt. Diese Kooperationsvereinbarung ist von großer Bedeutung und markiert den offiziellen Einstieg des branchenweit führenden Streaming-Media-Dienstleisters in den Bereich der KI-generierten Musik.

Als Nostrom über die aktuelle Situation sprach, räumte er ein, dass eine große Menge minderwertiger KI-Inhalte die großen digitalen Plattformen überschwemmt habe, was zu immer größerer Unzufriedenheit bei Musikern und Hörern geführt habe.

„Es besteht kein Zweifel daran, dass es von außen viele negative Stimmen über künstliche Intelligenz gibt. Ich denke, diese Stimmung ist verständlich, da einige KI-Anwendungen tatsächlich aus der Bahn geraten sind.“

Er sagte aber auch, dass das Betriebsmodell von Spotify, das sich auf eine vollständige Urheberrechtslizenzvereinbarung, einen Empfehlungsalgorithmus und ein Künstlerzertifizierungssystem stützt, eine klare Grenze aus dem Chaos auf dem Markt ziehen kann.

Er gab bekannt, dass die beiden Parteien die Kooperationsvereinbarung nach mehreren Konsultationsrunden abgeschlossen hatten. „Wir haben Schritt für Schritt zusammengearbeitet und schließlich einen Konsens erzielt.“ Er sagte, dass diese Zusammenarbeit eine Win-Win-Situation für Spotify, Musiker und Urheberrechtsinhaber sei.

Nostrom sagte, dass Spotify bewusst KI-Unterhaltungsformen vermeidet, die „für eine Weile neuartig sind, den Benutzern aber letztendlich das Gefühl geben, dass ihre Zeit verschwendet wird“.

Der Zielpunkt dieser Zusammenarbeit ist recht subtil. Derzeit befürchtet die gesamte Kreativbranche, dass künstliche Intelligenz Auswirkungen auf menschliche Originalwerke haben wird. Letzte Woche kritisierte der Musikproduzent Jack Antonoff öffentlich die sogenannte „Vortäuschung künstlerischen Schaffens mit Hilfe von Technologie“.

In den letzten Monaten hat der Widerstand der amerikanischen Gesellschaft gegen KI immer weiter zugenommen: Neue Rechenzentren lösten öffentliche Proteste aus, und Studenten haben die Erwähnung künstlicher Intelligenz bei Hochschulabschlussfeiern sogar ausgebuht.

Nostrom sagte, dass Spotify letzten Monat aufgrund der Anforderungen der Branche ein spezielles Zertifizierungszeichen eingeführt habe, um echte Originalwerke von KI-generierten Inhalten zu unterscheiden.

„Das Internet ist voller minderwertiger KI-Inhalte. Betrug und Missbrauch sind seit langem ein Problem, und wir arbeiten daran.“

Universal Music ist die weltweit größte Plattenfirma und besitzt bekannte Künstler wie Taylor Swift, Kendrick Lamar und Lady Gaga. In den letzten Monaten hat das Unternehmen sukzessive die Urheberrechtsgenehmigung für Musik für viele KI-Unternehmen wie Udio, Klay Vision und Stability AI geöffnet.

Angesichts der Konkurrenz durch viele Start-ups ist Nostrom davon überzeugt, dass Spotify aufgrund seiner großen Nutzerbasis und umfangreichen Branchenressourcen natürliche Vorteile hat.

„Im Vergleich zu Start-up-Unternehmen ist die Investition, die wir jedem Benutzer zuweisen, nahezu vernachlässigbar. Die starken Akteure in dieser Branche werden immer stark sein und die Größenvorteile werden sich weiterhin summieren.“