Japan bereitet die Einführung von Vorschriften vor, die Apple und Google dazu zwingen würden, alternative App-Stores zuzulassen und Bußgelder wegen kartellrechtlicher Fragen zu Marktanteilen von Betriebssystemen und der Priorisierung von Suchergebnissen zu verhängen. Japan hat Apple zuvor aufgefordert, App-Stores von Drittanbietern zuzulassen, aber Apple hat versucht, sich dem Plan zu widersetzen.
Laut Nikkei Asia wird die japanische Fair Trade Commission (FTC), wenn das japanische Parlament die vorgeschlagenen Vorschriften im Jahr 2024 verabschiedet, Geldstrafen von bis zu 6 % des Umsatzes gegen Unternehmen verhängen dürfen, die gegen das Gesetz verstoßen.
Weitere Details zum App Store stehen noch nicht fest. Derzeit gibt es kaum weitere Informationen über den Fokus der FTC auf Browser, Suche und andere Aspekte des Betriebssystems.
Mit der Fokussierung auf die Suche soll jedoch verhindert werden, dass Unternehmen wie Apple oder Google ihre eigenen Dienste oder Produkte bevorzugt behandeln.
Obwohl noch nicht bestätigt, dürften die neuen Vorschriften auch den Bedenken der japanischen Regierung hinsichtlich der Besteuerung von Entwicklern Rechnung tragen. Im November 2023 gab es Berichte, dass die japanische Regierung erwägt, Apple und Google direkt zu besteuern, da es schwierig sei, App-Entwickler außerhalb Japans zu besteuern.
Unter der Annahme, dass das Parlament die Gesetze verabschiedet, wird die japanische Regierung entscheiden, für welche Unternehmen einige oder alle ihrer Gesetze gelten. Nikkei Asia sagte, dass die Gesetze voraussichtlich für multinationale Konzerne und nicht für japanische Unternehmen gelten würden.
Apple äußerte sich nicht zu Japans jüngstem Schritt.