Apple entwickelt eine neue „Anti-Snatch“-Sicherheitsfunktion, die die wachsende Kriminalität von Straßentelefondiebstählen eindämmen könnte, indem das Gerät automatisch gesperrt wird, wenn jemand es Ihnen aus der Hand reißt, und es sofort unbrauchbar macht. Diese Funktion befindet sich noch in der Entwicklungsphase und es ist unklar, wann sie den Verbrauchern zur Verfügung stehen wird.

In Großstädten auf der ganzen Welt, beispielsweise in London, kommt es immer häufiger zu Fällen von Geschwindigkeitsüberschreitungen oder iPhone-Diebstählen, und es gibt sogar Fälle, in denen sich kriminelle Banden darauf spezialisiert haben, „Apple statt Android auszuwählen“, was den Sicherheitsdruck widerspiegelt, dem das iPhone als hochwertiges Ziel ausgesetzt ist. Obwohl gestohlene iPhones möglicherweise irgendwann zerlegt und zum Verkauf als Teile in Regionen wie China verschifft werden, besteht das größere Risiko häufig, wenn das Gerät ausgeraubt wird, während es noch entsperrt ist, und Diebe können in kurzer Zeit Zugriff auf die persönlichen Daten und Kontoinformationen des Benutzers erhalten.
Berichten zufolge ähnelt Apples neue Funktion im Design dem „Theft Detection Lock“-Mechanismus, der bereits auf der Android-Plattform existiert. Wenn dem Benutzer ein iPhone gewaltsam weggenommen wird, kombiniert das System Signale von mehreren Sensoren wie Beschleunigungsmessern, um festzustellen, ob sich das Gerät in einem „Raub“-Szenario befindet. Sobald festgestellt wird, dass ein Raubüberfall vermutet wird, wird das iPhone voraussichtlich sofort automatisch gesperrt, wodurch der Dieb keinen weiteren Zugriff auf das System und die Daten hat.
Neben der Bewegungsbahn des Rumpfes selbst soll Apple auch tragbare Geräte wie die Apple Watch als wichtige Signalquellen einführen. Wenn sich die mit einem iPhone gekoppelte Apple Watch noch am Handgelenk des Benutzers befindet und sich der Standort des iPhones plötzlich und schnell entfernt, erkennt das System diese Anomalie wahrscheinlich als Diebstahl und löst eine automatische Sperre aus. Darüber hinaus kann das System bei Risikobewertungen auch darauf zurückgreifen, ob sich das Gerät in einer dem Benutzer vertrauten Umgebung befindet, z. B. ob es mit einem bekannten Wi-Fi-Netzwerk verbunden ist und ob es sich an einem als „Heim“ oder „Arbeitsort“ gekennzeichneten Standort befindet.
Neben der automatischen Sperrung plant Apple auch, die bestehenden Regeln zum „Schutz gestohlener Geräte“ auf solche Szenarien anzuwenden. Berichten zufolge ist „Stolen Device Protection“ seit iOS 26.4 standardmäßig aktiviert, wodurch vor sensiblen Vorgängen eine stärkere Authentifizierung erforderlich sein kann, wodurch die Sicherheit gestohlener Geräte weiter verbessert wird. Darüber ist die neue „Anti-Raub“-Funktion überlagert, die die Berechtigungen deutlich verschärfen soll, sobald das Gerät ausgeraubt wird, wodurch die Möglichkeit des Missbrauchs von Bankkarten, Passwörtern, Cloud-Konten und anderen Informationen verringert wird.
Obwohl Apple in den letzten Jahren eine Reihe von Sicherheitsmechanismen wie „Find My“, „Activation Lock“ und „Stolen Device Protection“ eingeführt hat, stößt das Unternehmen bei der Verhinderung von Mobiltelefondiebstahl weiterhin auf Kritik von Strafverfolgungsbehörden und Regierungsbehörden. Im November 2025 warf die Metropolitan Police Apple öffentlich vor, bei der Bekämpfung von iPhone-Diebstahl „ineffektiv“ zu sein. Obwohl Apple Zugriff auf das britische National Mobile Phone Register hat, erkundigt sich Apple nach Angaben der Polizei nur in Szenarien wie dem Recycling alter Telefone nach dem Netzwerkstatus und hilft nicht aktiv bei der Bearbeitung von Diebstahlsfällen. Als Reaktion darauf antwortete Apple, dass die Polizei mehr auf „traditionelle Polizeimethoden“ zurückgreifen sollte, um Kriminelle zu fassen, anstatt die Verantwortung auf die Hersteller abzuwälzen.
In Indien erstreckt sich die Kontroverse um die Diebstahlsicherung von Mobiltelefonen auch auf regulatorischer Ebene. Im Dezember 2025 verlangte die indische Regierung von Apple die Vorinstallation einer offiziellen, staatlich geförderten App auf dem iPhone und behauptete, diese könne dabei helfen, gestohlene Telefone aufzuspüren und zu blockieren und zu verhindern, dass sie für illegale Aktivitäten wie Betrug verwendet werden. Apple hat seine Ablehnung klar zum Ausdruck gebracht und ist der Ansicht, dass solche obligatorisch vorinstallierten Anwendungen große Datenschutz- und Sicherheitsrisiken bergen und für groß angelegte Überwachung missbraucht werden könnten, was gesellschaftliche Bedenken hinsichtlich des Missbrauchs personenbezogener Daten aufkommen lässt.
Nach den derzeit offengelegten Informationen zu urteilen, ist diese Funktion zur automatischen Diebstahlsicherung ein weiterer technischer Versuch von Apple, weiterhin ein Gleichgewicht zwischen Diebstahlschutz und Datenschutz zu finden. Angesichts der nach wie vor schwerwiegenden weltweiten Probleme mit Mobiltelefondiebstahl und Telekommunikationsbetrug wird diese Funktion nach ihrer offiziellen Einführung eine zusätzliche Sicherheitsbarriere für iPhone-Benutzer im täglichen Gebrauch darstellen. Es bleibt jedoch abzuwarten, inwieweit dadurch Fälle von Telefondiebstählen auf der Straße in der Praxis reduziert werden können und ob es zu neuen Fehleinschätzungen und Auseinandersetzungen kommt.