Masayoshi Son, der Leiter der SoftBank Group, hat in seinem „KI-Glücksspiel“ eine neue Richtung eingeschlagen und bis zu 75 Milliarden Euro (ca. 591,8 Milliarden RMB) in Frankreich investiert, um einen großen Computercluster aufzubauen. Nach Angaben von mit der Angelegenheit vertrauten Personen wurde diese Investition schnell vorangetrieben, nachdem der französische Präsident Macron und Masayoshi Son im April dieses Jahres in Tokio zu Abend gegessen hatten. Während des Abendessens stellte Macron Son die reichen Kernenergieressourcen Frankreichs und die schnellen Genehmigungskanäle für Anlagen der künstlichen Intelligenz vor.

Dieses Engagement wird auch einen großen Erfolg für Macrons Investitionsgipfel „Choose France“ darstellen, der nächste Woche stattfinden wird.

Son Zhengyi sagte in einem Interview mit den Medien: „SoftBank ist sehr stolz darauf, dieses große Engagement für Frankreich einzugehen. Mit seiner industriellen Stärke, seinem Talentpool und seinen Ambitionen auf nationaler Ebene hat Frankreich den einzigartigen Vorteil, das europäische KI-Infrastrukturzentrum zu werden.“

Woher kommt das Geld?

Es wird berichtet, dass SoftBank zunächst federführend 45 Milliarden Euro in den Aufbau von 3,1 Gigawatt Rechenkapazität in der Region Hauts-de-France im Norden Frankreichs bis 2031 investieren will und dann den weiteren Ausbau um 2 Gigawatt plant. Dieser Standort ist strategisch günstig gelegen, um nicht nur den lokalen französischen Markt zu bedienen, sondern auch wichtige europäische Märkte wie London, Brüssel und Amsterdam zu erreichen.

Wenn der 5-GW-Park vollständig gebaut ist, wird sein Stromverbrauch dem von fünf Standard-Atomkraftwerken entsprechen oder nahe dem Spitzenstrombedarf von New York City in den Vereinigten Staaten.

Berichten zufolge wird SoftBank auch mit Schneider Electric zusammenarbeiten, um in seinem Werk in Dünkirchen ein Industriezentrum zu schaffen, das KI-Infrastruktur und Roboterfertigung integriert.

Dabei ist zu beachten, dass 75 Milliarden Euro bei weitem nicht ausreichen, um ein 5-GW-Rechenzentrum zu bauen. Einem allgemeinen Algorithmus zufolge könnte der Bau eines 1-GW-Rechenzentrums 50 Milliarden US-Dollar kosten, was Landerwerb, Ingenieurbau, Energieanlagen und Beschaffung von IT-Ausrüstung umfasst. Daher muss das französische Projekt von SoftBank zwangsläufig weitere nicht genannte Partner zur Kofinanzierung einbeziehen.

In typischen Fällen stellte SoftBank in der Vergangenheit nur einen kleinen Teil der anfänglichen Eigenkapitalfinanzierung bereit, und der überwiegende Teil der Mittel wurde durch Projektfinanzierung in Form von Fremdfinanzierungen beschafft.

Gleichzeitig stiegen die Aktien der SoftBank-Gruppe in diesem Jahr um mehr als 70 %, die von SoftBank kontrollierten Aktien stiegen um 220 %, und in Verbindung mit den schwebenden Gewinnen aus der großen Wette auf OpenAI hat Sons Wert 88,1 Milliarden US-Dollar erreicht.

(Quelle: Forbes Rich List)