Nach wochenlangem Chaos stabilisiert sich die Entwicklung des Linux-Kernels endlich. Linux-Gründer Linus Torvalds bestätigte am Sonntag, dass sich der Umfang des sechsten Release Candidate (RC6) von Linux 7.1 wieder normalisiert hat, was bedeutet, dass die nächste Woche veröffentlichte Version möglicherweise die letzte Candidate-Version vor der offiziellen Veröffentlichung sein könnte. Die Linux-Kernel-Entwicklergemeinschaft hat in den letzten Wochen eine turbulente Zeit erlebt. Zunächst beschwerte sich Torvalds darüber, dass Mitwirkende KI-Tools nutzten, um Schwachstellen zu melden, ohne Korrekturen bereitzustellen, und musste dann die Entwickler auffordern, spät im Entwicklungszyklus keine unnötigen Korrekturen mehr einzureichen.

Torvalds sagte diese Woche in einer Erklärung, dass die Größe des sechsten Release Candidate zwar kleiner als RC5, aber immer noch nicht klein sei, was hauptsächlich auf den Einsatz von KI-Tools zurückzuführen sei. Da sich der Aktualisierungsumfang jedoch normalisiert hat, wird erwartet, dass der gesamte Entwicklungszyklus in einem regelmäßigen Tempo abgeschlossen wird. Dieses Update deckt eine große Anzahl von Treiberänderungen ab und deckt mehrere Bereiche wie GPU, Netzwerk, USB, serielle Schnittstelle, Audio und SCSI ab. Es umfasst außerdem Kernnetzwerkfunktionen, Selbsttest-Updates, Architekturkorrekturen, Dateisystemkorrekturen und andere vereinzelte Korrekturen.

Im Hinblick auf die spezifische Hardwareunterstützung verbessert diese Kandidatenversion die Unterstützung für ASUS ROG RAIKIRI II-Gamecontroller, GameSir Nova 2 Lite-Controller und Lenovo Go-Geräte. Außerdem wurde ein großes Überleseproblem beim Lenovo X12-Tablet-Prozessor behoben. Da die Entwicklung der Version 7.1 wieder auf Kurs ist, wird die endgültige Kandidatenversion voraussichtlich nächste Woche veröffentlicht. Anschließend wird die stabile Version der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Allerdings empfahl Torvalds den Benutzern, auf die Push-Updates ihrer jeweiligen Linux-Distribution zu warten, da eine Selbstinstallation zu Systeminstabilität führen kann und der Bedienungsprozess komplizierter wird. Arch- und Fedora-Benutzer werden die erste Gruppe sein, die Updates erhält.

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