Google hat kürzlich offiziell den physischen Designentwurf seines neuen tragbaren Trackers Fitbit Air veröffentlicht, der es verschiedenen Entwicklern, von unabhängigen Designern über Kunsthandwerker bis hin zu maßgeschneiderten Zubehörmarken, ermöglicht, Armbänder und anderes Zubehör auf der Grundlage offizieller Größen- und Strukturspezifikationen zu entwerfen. Google sagte, dass Zubehör, das die Anforderungen erfüllt, auch das offizielle Logo „Made for Google“ (Google Certified Accessories) erhalten kann, um zu beweisen, dass es die hohen Google-Standards für Fitbit Air in Bezug auf Leistung und Kompatibilität erfüllt.

Laut einem von Google veröffentlichten dreiseitigen PDF-Dokument enthält der Entwurf detaillierte 2D-CAD-Zeichnungen der Fitbit Air-Host-„Kapsel“ und der angepassten Performance Loop-Sportarmbandhülle, wobei wichtige physikalische Parameter genau markiert sind. Das Ingenieurteam legte die Gehäuselänge des bildschirmlosen Trackers auf 33,5 mm und die Breite auf 14,36 mm fest und legte außerdem den Kraftbereich fest, der für die Montage und Demontage erforderlich ist: Die Verbindungskraft muss zwischen 10 und 25 N beim Einführen des Riemens liegen, und die Zugkraft von 12 bis 45 N beim Entfernen des Moduls ist erforderlich, um sicherzustellen, dass das Gerät auch bei anstrengenden Übungen sicher getragen werden kann.

Dem Bericht zufolge tauchten auch auf relevanten Seiten des Google Store weitere Anforderungen für Hardware-Zubehör auf, die Drittherstellern die Verwendung hautfreundlicher Materialien empfahlen, um das Risiko allergischer Reaktionen zu verringern. In dem Dokument heißt es eindeutig, dass der optische Sensor und der Blutsauerstoffsensor (SpO2) an der Unterseite der Fitbit Air vollständig freiliegen müssen und nicht durch Zubehörteile blockiert werden können, um einen kontinuierlichen Kontakt mit der Haut sicherzustellen. Darüber hinaus empfiehlt Google, das Armband so zu gestalten, dass es einen stabilen und sanften Druck von mindestens 35 mmHg (ca. 0,68 psi) auf die Haut im Erfassungsbereich aufrechterhält, um physiologische Daten wie die Herzfrequenz in Sportszenarien genauer zu erfassen.

Für Marken, die daran interessiert sind, offizielle Partner zu werden, gibt Google in der Beschreibung an, dass sie über das dafür vorgesehene Kontaktformular gerne am Zertifizierungsprogramm „Made for Google“ teilnehmen können. Neben dem Erhalt offizieller Logos und der Hervorhebung der offiziellen Kompatibilität mit Fitbit Air im Marketing können zertifizierte Zubehörteile auch in die Pre-Release-Phase neuer Geräte vor der Veröffentlichung eingebunden werden, sodass unterstützendes Zubehör gleichzeitig mit der Markteinführung der Geräte auf den Markt gebracht werden kann.

Fitbit Air ist ein neues bildschirmloses Gesundheits-Tracking-Gerät, das letzten Monat offiziell von Google veröffentlicht wurde. Es gilt als leichte Lösung für ähnliche Produkte wie Whoop und Oura. Das Produkt ist kompakt und leicht und verfügt über kein Display. Derzeit ist es in vier Farben erhältlich: Obsidian, Lavendel, Beere und Nebel. Was die Funktionen anbelangt, kann Fitbit Air kontinuierlich die Herzfrequenz verfolgen, den Herzrhythmus überwachen und Vorhofflimmern (Afib) warnen, die Blutsauerstoffsättigung (SpO2) aufzeichnen sowie detaillierte Schlafstadien und andere Indikatoren erstellen. Die bereits am 26. Mai eingeführte Sonderedition von Stephen Curry verfügt auf dieser Basis über eine verbesserte Wasserdichtigkeit, wodurch sie sich besser für den Einsatz in Sport- und Trainingsszenarien eignet.

Google hat die Initiative ergriffen, den physischen Designentwurf von Fitbit Air der Außenwelt zugänglich zu machen und das Zertifizierungssystem sowie Material- und Strukturvorschläge zu unterstützen. Dies bietet nicht nur klare technische Vorgaben für Designer und Accessoire-Marken, sondern soll auch zu einer größeren Auswahl an personalisierten Uhrenarmbändern und Accessoires auf ökologischer Ebene führen. Für Dritthersteller, die differenzierte Designs im Bereich tragbarer Geräte umsetzen möchten, senkt dieser Schritt zweifellos die Eintrittsbarriere und stärkt zudem die Offenheit von Fitbit Air als Gesundheits- und Trainingsüberwachungsplattform.