Die chinesischen Regulierungsbehörden kündigten am Freitag an, dass sie die Aufsicht über die Private-Equity-Fondsbranche, die einen Umfang von rund 23 Billionen Yuan hat, weiter verschärfen werden, um finanzielle Risiken zu reduzieren und den Fluss von mehr Sozialmitteln in technologische Innovationen und aufstrebende Industrien zu fördern. Die China Securities Regulatory Commission erklärte, dass sie die Registrierungsschwelle für Private-Equity-Fonds anheben, streng gegen alle Arten illegaler Private-Equity-Fonds-Geschäftsaktivitäten vorgehen und mehr langfristiges „geduldiges Kapital“ fördern werde, um die Entwicklung von technologieorientiertem Risikokapital und anderen Bereichen zu unterstützen. 

Die Aufsichtsbehörden betonten, dass eine Stärkung der Aufsicht dazu beitragen werde, „die schlechten Äpfel zu beseitigen, ein gutes ökologisches Umfeld für die Branche zu schaffen und die legitimen Rechte und Interessen der Anleger wirksam zu schützen“.

Dieser Schritt erfolgt, da China vor zwei Wochen eine neue Runde groß angelegter Korrekturen grenzüberschreitender Investitionsaktivitäten eingeleitet und die Kontrollen grenzüberschreitender Kapitalströme weiter verschärft hat. Es zeigt sich, dass Peking im Rahmen des chinesisch-amerikanischen Spiels weiterhin die allgemeine Kontrolle über Kapitalströme und finanzielle Risiken verstärkt und insbesondere die Ressourcen auf den Technologiesektor konzentriert, der als Schlüssel zum nationalen Wettbewerb gilt.

Berichten zufolge ist diese Stärkung der Aufsicht auch die Fortsetzung und Vertiefung der „Berichtigungs- und Aufräumaktion“ in der Private-Equity-Branche seit 2023. Bei der vorherigen Berichtigung wurden mehr als 5.000 Private-Equity-Fondsmanager abgemeldet. Aufsichtsbehörden wiesen darauf hin, dass Chinas Private-Equity-Fondsbranche „riesig groß, aber insgesamt schwach ist, mit einer unausgewogenen Kapitalstruktur, und einige Fonds sind sogar zu Werkzeugen für Kriminelle geworden.“

Die neuen Vorschriften zeigen, dass Regulierungsbehörden eine abteilungsübergreifende, kollaborative Überwachungsplattform einrichten werden, um Branchenrisikopunkte und illegale Aktivitäten zu identifizieren, und dass sie die Überwachung der Operationen verschiedener staatlich unterstützter Fonds verstärken werden. Die China Securities Regulatory Commission erklärte außerdem, dass sie bei Verstößen gegen Gesetze und Vorschriften weiterhin mit Hochdruck vorgehen werde und sich dabei auf die Bekämpfung illegaler grenzüberschreitender Kapitalströme, illegaler Geldbeschaffung und illegaler Veruntreuung von Geldern konzentrieren werde.

Bisher können chinesische Private-Equity-Fonds nicht nur in Sekundärmarktpapiere investieren, sondern auch Eigenkapitalinvestitionen und damit verbundene Finanzierungsvereinbarungen tätigen, was ein wichtiges Bindeglied zwischen der Realwirtschaft und dem Kapitalmarkt darstellt. Im Kontext einer Aufsicht, die weiterhin „Mängel ausgleicht und Schlupflöcher schließt“, zeigen politische Leitlinien, dass die Private-Equity-Branche in Zukunft einerseits strengeren Compliance-Anforderungen ausgesetzt sein wird und andererseits effektiver darauf ausgerichtet sein wird, technologische Innovationen und die Entwicklung nationaler strategischer Industrien zu unterstützen.

Nach dem aktuellen Wechselkurs umgerechnet entsprechen 23 Billionen Yuan etwa 3,40 Billionen US-Dollar. Dieser regulatorische Schritt könnte auch gewisse Auswirkungen auf den Weg und Rhythmus der globalen Kapitalallokation chinesischer Vermögenswerte haben. Die Marktparteien werden weiterhin auf die Umsetzung nachfolgender unterstützender Details achten.