Christopher Fouquet, Vorstandsvorsitzender von ASML, Europas führendem Technologieunternehmen, sagte, er begrüße die meisten Empfehlungen der Europäischen Kommission diese Woche zur Stärkung der europäischen Technologiesouveränität, äußerte jedoch Vorsicht gegenüber dem Plan der Kommission, einzugreifen, um „strategische Projekte“, die staatliche Beihilfen erhalten, anzuleiten oder zu überwachen.

Fouquet postete auf der sozialen Plattform LinkedIn, dass solche „strategischen Projekte“ grundsätzlich auf die Bedürfnisse der Branche selbst eingehen müssen und eher dazu geeignet sind, von Unternehmen vorgeschlagen zu werden, als von Verwaltungsbehörden von oben nach unten entworfen zu werden. Er betonte, dass übermäßige Komplexität und Bürokratie vermieden und stärker auf die beruflichen Fähigkeiten des Privatsektors gesetzt werden sollten.

Es war eine der ersten öffentlichen Reaktionen führender europäischer Branchenvertreter auf den Plan. Der Plan wird von Brüssel als eine zentrale Maßnahme angesehen, um die Kluft zwischen der EU und den Vereinigten Staaten und Asien im Bereich Wissenschaft und Technologie zu verringern. Der Plan umfasst Maßnahmen zur Stimulierung der Nachfrage nach lokal produzierten Chips und lokalen Cloud-Diensten in Europa, um die Wettbewerbsfähigkeit lokaler Lieferketten zu unterstützen.

Fouquet glaubt, dass die Verlagerung des politischen Schwerpunkts der Europäischen Kommission hin zur Nachfrageorientierung ein positives Signal ist. Seiner Ansicht nach sollten politische Entscheidungsträger Rahmenbedingungen und Unterstützung bereitstellen, aber den Unternehmen mehr Macht über die spezifische Projektgestaltung und -durchführung überlassen, um sicherzustellen, dass die Ressourcenzuweisung den tatsächlichen Marktbedürfnissen entspricht.

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