Laut zwei Personen, die an der Investorenpräsentation von SpaceX vor dem Börsengang teilnahmen, sagten Führungskräfte von SpaceX, das Unternehmen plane, bis Ende 2027 eine erste Demonstration seiner Recheninfrastruktur für künstliche Intelligenz im Weltraum zu starten, und zwar früher als der in seinen IPO-Anmeldungen angegebene Bereitstellungszeitplan „schon 2028“. Das Orbital-Computing-Projekt steht im Mittelpunkt der Präsentation von SpaceX vor Investoren über seine langfristige Wachstumsstrategie. Das Unternehmen behauptete in seinem IPO-Antrag, es sei „das einzige Unternehmen mit einer kommerziell realisierbaren Lösung zum Aufbau orbitaler KI-Rechenkapazitäten in großem Maßstab“.
SpaceX hat bei den Aufsichtsbehörden die Erlaubnis beantragt, bis zu 1 Million Weltraum-Rechenzentrumssatelliten zu starten.
Nach Angaben zweier mit der Angelegenheit vertrauter Personen waren bei zwei Investorenpräsentationen vor dem Börsengang sowohl SpaceX-Präsidentin Gwynne Shotwell als auch Finanzvorstand Bret Johnsen anwesend. Führungskräfte von SpaceX skizzierten einen Fahrplan für den Start einer Demonstration der Orbital-Computing-Technologie im Jahr 2027.
Quellen zufolge haben sich Shotwell und Johnson mit großen Investmentbanken getroffen, um den Börsengang des Unternehmens voranzutreiben, und planen, 75 Milliarden US-Dollar an Mitteln mit einem Zielwert von 1,75 Billionen US-Dollar aufzubringen. Sie beschreiben den ersten Einsatz als Demonstrationssystem, das zur Validierung der Technologie als Vorbereitung für eine umfassendere kommerzielle Einführung konzipiert ist.
Eine der Quellen interpretierte den Zeitplan im IPO-Dokument so, dass das Management Spielraum für mögliche Verzögerungen bei der Entwicklung von Raumschiffen oder der Satellitenherstellung ließe.
SpaceX plant, am Freitag unter dem Börsenkürzel SPCX an der Nasdaq zu notieren, mit einem IPO-Preisziel von 135 US-Dollar pro Aktie.
In einem am Montag veröffentlichten Video sagte Musk, der Bau eines umlaufenden Rechenzentrums für künstliche Intelligenz sei keine schwierige technische Herausforderung, da ein Großteil der benötigten Technologie bereits in seinem bestehenden Starlink-Satellitennetzwerk vorhanden sei.
Musk sagte, dass die erste Generation von Satelliten mit künstlicher Intelligenz wahrscheinlich NVIDIA-Chips verwenden werde und die Computerleistung des Raumfahrzeugs der des NVIDIA GB300-Racks entsprechen werde.
