Ein argentinischer Entwickler stellte kürzlich sein neuestes Programmier- und Modding-Projekt vor: Er portierte Valves klassischen Ego-Shooter „Half-Life“ erfolgreich auf das Nokia N95-Smartphone mit dem Symbian S60v3-System. Dieses Telefon wurde 2007 veröffentlicht und „Half-Life“ wurde 1998 erstmals auf der PC-Plattform eingeführt. Angetrieben von Open-Source-Engines und begeisterten Entwicklern können diese beiden Technologie-Epochen, die fast zehn Jahre voneinander entfernt sind, nun auf demselben alten Gerät „treffen“.

Projektautor Dante Leoncini sagte, dass diese Portierungsarbeit auf der Open-Source-Projekt-Xash3D-FWGS-Engine basiert, die darauf abzielt, die ursprüngliche „Half-Life“-Engine mit modernen Desktop- und mobilen Plattformen kompatibel zu machen und auf dieser Basis weitere Modulfunktionen zu erweitern. Durch diese Engine und seine eigene Optimierung und Anpassung hat Leoncini diesen Shooter aus der PC-Ära zu einem relativ „mobilfreundlichen“ Lauferlebnis auf alten ARM-Smartphones wie dem Nokia N95 gemacht.

Aus Hardware-Sicht ist das Nokia N95 mit einem 240×320 QVGA-Bildschirm ausgestattet, ausgestattet mit zwei ARM11-Prozessoren von Texas Instruments, getaktet mit 332 MHz, und die 8-GB-Version verfügt über 128 MB Speicher. Verglichen mit den damaligen Konfigurationsanforderungen der PC-Einzelhandelsversion von „Half-Life“ reichten solche Spezifikationen theoretisch aus, um den Betrieb einer stark modifizierten portierten Version zu unterstützen. Leoncini sagte, dass der aktuelle Einzelspieler-Kampagnenprozess bereits normal auf Mobiltelefonen laufen könne, einschließlich Kernelementen wie Sounds und Waffen, und eine relativ stabile Leistung bei etwa 30 Bildern pro Sekunde aufrechterhalten könne.

Was die Bedienmethoden betrifft, ermöglicht diese transplantierte Version den Spielern nicht nur die direkte Verwendung der Tasten des Telefons zur Steuerung, sondern die Entwickler fügten auch vollständige Bluetooth-Tastatur- und -Mausunterstützung hinzu, wodurch es möglich wurde, „Half-Life“ auf diesem alten Slider auf eine Art und Weise zu spielen, die der eines PCs näher kam. Das Video hat er auf einer sozialen Plattform gepostet

Leoncini gab bekannt, dass er weiterhin verbleibende Leistungsprobleme und verschiedene Fehler beheben wird, und hat eine Liste mit Folgefunktionen geplant. Diese „To-Do-Liste“ umfasst: Hinzufügen von LAN- und Online-Multiplayer-Modi, weitere Verbesserung der Leistung und des KI-Verhaltens, Verbesserung der Grafikleistung und anderer visueller und erlebnisbezogener Verbesserungen sowie die Durchführung umfassenderer Tests zur Behebung schwerwiegender Probleme, die das Spielerlebnis beeinträchtigen könnten.

Berichten zufolge betrachtet Leoncini seine Programmierprojekte und Lehrvideos im Bereich Freie Software eher als Investitionen in Interesse und Begeisterung denn als kommerzielle Produkte. Er hat auch Sponsoring- und Spendenkanäle auf Plattformen wie Patreon eröffnet, in der Hoffnung, Benutzer anzulocken, die bereit sind, diese Art von experimentellen Projekten zum „Neuen Spielen mit alter Ausrüstung“ zu unterstützen und so eine gewisse Unterstützung für die weitere Wartung und Erweiterung der portierten Version in der Zukunft zu bieten.